Öffnungszeiten über die Festtage

Öffnungszeiten über die Festtage

24. Dezember: 10.30-12.30 und 13.30-16.00

25. Dezember bis 3. Januar: Geschlossen

ab 4. Januar 2011: Normale Öffnungszeiten

Dezember 2010 - Neubau, Lösung Wettbewerb und Weihnachtsgeschenke

Logo Isler + Irniger

Grüezi!

 

Wir hoffen, dass Sie schon ein wenig in Festtagsstimmung sind und die Adventszeit geniessen. Sie lesen unseren Newsletter vom Dezember 2010. Wir freuen uns, Ihnen folgendes mitzuteilen:


Lösung des Wettbewerbs der Tage der Offenen Türen 2010

Neubau in der Werkstatt Isler + Irniger in Zürich und Glarus

Weihnachtsgeschenke für Streichinstrumentenspielerinnen und -spieler

Öffnungszeiten über die Festtage

 

Lösung des Wettbewerbs der Tage der Offenen Türen 2010

Am 6. und 7. November, an unseren Tagen der Offenen Türen, durften wir viele Gäste empfangen. Wir danken Ihnen herzlich für das grosse Interesse und hoffen, dass es Ihnen so viel Spass gemacht hat wie uns. Die Gewinner des Wettbewerbs wurden brieflich informiert. Über den folgenden Link finden Sie die Lösungen des Wettbewerbs. Falls Sie nicht kommen konnten, können Sie nun trotzdem versuchen, die teilweise anspruchsvollen Fotorätsel für sich zu lösen. (Link zum Ratespiel/Wettbewerbslösungen)



Boden mit WölbungshobelNeubau in der Werkstatt

Rebekka Moos und Micha Sennhauser bereiten sich auf die Meisterprüfung vor, welche im nächsten Sommer stattfindet. Unter anderem müssen Sie bis dann eine neue Geige fertig gebaut haben. So entstehen in unserem Atelier jetzt zwei Geigen. Als Startschuss dienten unsere Tage der Offenen Türen . Da konnten Sie sehen, wie eine Schnecke gestochen und ein Boden abgestossen wurden.
Auf unserer Website präsentieren wir Ihnen unsere selbst gebauten Geigen, Bratschen und Celli. Wir versuchen, mit wöchentlich aktuellen Bildern die Entstehung unserer Geigen zu dokumentieren. Schauen Sie doch ab und zu auf unserer Website nach, wie die Instrumente langsam Form annehmen! (Link zum Neubau in der Werkstatt)

Grosse und kleine Weihnachtsgeschenke für Musiker, Musikerinnen und Musikfreunde

Um Ihnen die Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk zu erleichtern, zeigen wir Ihnen Vorschläge aus unserem Sortiment.

Geschenkvorschläge
Gutscheine: auf unserer Website können Sie Geschenkgutscheine direkt bestellen. (Link)
Larica Kolophonium Gold 1 - Gold 4 (Rezept des legendären Liebenzeller Kolophons) 32.-
1A Bogenbehaarung Violine und Viola 110.-, Cello: 130.-
1 Satz Saiten, Violine 60.- bis 250.-, Viola 80.- bis 280.-, Cello 220.- bis 450.-
Parkettschoner für Cellospieler: Cellomaus 36.- oder Clevix 12.-
Schulterstützen  (40.- bis 150.-)
Ein guter Bogen, aus Holz (ab 240.-) oder ein Kohlefaserbogen Arcus (860.- bis 10'200.--)
Ein Instrument (ab 3000.-)



schnecke10Öffnungszeiten über die Festtage

24. Dezember: 10.30-12.30 und 13.30-16.00

25. Dezember bis 3. Januar: Geschlossen

ab 4. Januar 2011: Normale Öffnungszeiten

 

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit und frohe Festtage mit viel Musik.


Herzliche Grüsse aus der Werkstatt.

 

Micha Sennhauser, Rudolf Isler, Andreas Irniger und Rebekka Moos

 

Isler + Irniger, Meisterwerkstatt für Geigenbau AG
Hirschengraben 22
8001 Zürich

044 262 03 80

http://www.isler-irniger.ch

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Wettbewerb

Wettbewerb Tage der Offenen Türen

Lösungen und Ratespiel unter Infos/Links

oder HIER

Wettbewerb und Ratespiel

Wettbewerbslösung und Ratespiel. An den Tagen der Offenen Türen konnten Sie an einem Wettbewerb teilnehmen. Vielen Dank fürs mitmachen; nun stellen wir Ihnen die Lösungen vor. Zudem können Sie auch (nochmals) versuchen zu erahnen, was auf dem Bild ist. Um das Gesamtbild zu erhalten fahren Sie mit der Maus über das Foto und um die Lösung zu erhalten können Sie mit der Maus über den roten Balken unter dem Foto fahren.

 

1:

01f

{spoiler}Bogenhaare oder Schimmelhengshaare{/spoiler}

 

2:

 02f

{spoiler}Vogelaugenahorn, Ausschnitt Boden Stainer 1658{/spoiler}

 

3:

03f

{spoiler}Darmsaiten{/spoiler}

 4:

04f 

{spoiler}Ginkgobaum vor Werkstattfenster{/spoiler}

 

5:

05f

{spoiler}Schneckenohr einer Johann Georg Leeb Violine{/spoiler}

 

6:

06f 

{spoiler}Stiftchen und Einlage einer Didier Nicolas Violine{/spoiler}

 

7:

07f

{spoiler}Eckklotz mit Reifchen oder Futterleiste einer offenen Geige von Sebastian Kloz{/spoiler}

 

8:

08f

{spoiler}Knopf mit Hängelsaite und Untersattel{/spoiler}

 

9:

09f

{spoiler}Kopfkästchen eines Cellobogens von J.B. Vuillaume{/spoiler}

 

10:

10f

{spoiler}Silberbeinchen mit doppelkäntchen und Stift in französischen Stil{/spoiler}

 

11:

11f

{spoiler}Bogenhaarabbidung mit Kolophonium abgebrannt{/spoiler}

 

12:

12f

{spoiler}Bogenbewicklung aus Silberdraht{/spoiler}

TAGE DER OFFENEN TÜREN

TAGE DER OFFENEN TÜREN ZUM 20. JUBILÄUM DER GEIGENBAUWERSTATT IN ZÜRICH

Interessantes Programm mit Ausstellung, Film, Demonstationen, Apéro usw...

Samstag 6. November und Sonntag 7. November jeweils von 10.30-18.00

 

Herbstferien

 

Betriebsferien 2010

Die Werkstatt bleibt vom 10. bis am 25. Oktober geschlossen.

September 2010 - Fünfsaitiges Solocello oder Violoncello Piccolo mit Geschichte

Ein 5-saitiges Cello mit Geschichte ( Violoncello Piccolo)

hoyer5dDas 5-saitige Solocello

(aus "Was Sie schon immer über die Barockgeige die Barockbratsche und das Barockcello wissen wollten"(ganzer Vortrag) von R. Isler, 2008)

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden Solostücke für ein etwas verkleinertes Cello komponiert, das oben mit einer 5. Saite, gestimmt auf d oder e ausgerüstet war. J.S. Bach schrieb seine 6. Cellosuite für dieses Instrument. Da aber schon bald der Daumenaufsatz erfunden wurde, welcher es erlaubte, auf der A – Saite bisher unbekannte hohe Lagen zu erreichen, hatte dieses Instrument eine kurze Blütezeit. Erst in den letzten Jahrzehnten erlebt dieses klanglich äusserst reizvolle Instrument eine Renaissance. Sie können es gerne in unserer Werkstatt probieren. (Insider-Tipp: die Arpeggione–Sonate von Schubert lässt sich darauf wunderbar spielen!)


Als Highlight dieses Newsletters stellen wir Ihnen ein 5-Saitiges Cello mit einer kleinen Geschichte vor. Es handelt sich um ein Cello mit Zettel Andreas Hoyer Violinmacher in Klingenthal. 1744 (weiteres zu Andreas Hoyer hier). Dieses klanglich hervorragende Instrument haben wir vor einigen Jahren restauriert. Ein interessantes Detail ist der von Hand mit Tusche geschriebene Zettel, auf dem die folgende "Geschichte" steht:

"Dieses Violoncell, in gänzlich unbrauchbarem Zustand 1867 in der obern Kapelle des ehemals landenbergischen Schlosses Hegi (samt einer Geige mit dem Namen des Nicolaus Amatus) von mir aufgefunden, durch meinen Bruder Heinrich dort für mich erworben und abgeholt und bisher im Kloster zu Stein aufbewahrt, wird hiemit vererbt auf meinen lieben Schwiegersohn Erwin Heman, dem es nach sachkundiger Herstellung noch viel Vergnügen und Genuss bereiten möge. Ferdinand Vetter, Vater und Grossvater, Bern und Stein a/Rh., Neujahr 1916/17."

hoyer5et

Ausstellung zeitgenössischer Streichinstrumente

Die zweite Ausstellung zeitgenössischer Streichinstrumente in Bern vom 22. und 23. Oktober 2010 hat der Schweizer Verband der Geigenbauer und Bogenmacher organisiert. Diesmal finden öffentliche Klangproben statt und zum Abschluss werden Studenten der International Menuhin Music Academy ein Konzert spielen. Rudolf Isler wird zwei Instrumente ausstellen: ein Barockcello und eine modern eingerichtete Violine (Opus 101), die Ende September fertig sein wird. (SVGB).

Tage der offenen Türen

Seit 20 Jahren besteht die Werkstatt in Zürich! Das Jubiläum feiern wir am Samstag 6. und Sonntag 7. November 2010. Weitere Informationen folgen per Post.

Mit freundlichen Grüssen.

Micha Sennhauser, Rudolf Isler, Andreas Irniger und Rebekka Moos.

Neue Öffnungszeiten

Neue Öffnungszeiten:

Unser Geschäft ist nun auch am Dienstag geöffnet.

Di-Fr: 10.30-12.30 und 13.30-18.30 - Sa: 10.30-12.30 und 13.30-16.00


Sommer 2010

Wir haben den ganzen Sommer offen!
Unsere Werkstatt bleibt die ganzen Sommerferien hindurch geöffnet. Wir kümmern uns sehr gerne um Ihr Instrument während Sie an der Sonne sind...
Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen Sommer!

Saitenklang: Schwach, dumpf oder beides? Eine Erklärung und mögliche Lösungen.

(aus dem Newsletter Nr. 2, Dezember 2009)

 

Mein Instrument klingt auf einer Saite zu schwach. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Ja, eine dickere Saite erzeugt mehr Spannung und gibt einen kräftigeren Klang. Die meisten Saiten sind in verschiedenen Stärken lieferbar.

 

Mein Instrument klingt auf einer Saite zu dumpf. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Ja, eine dünnere Saite schwingt leichter, freier und erzeugt durch die grössere Beweglichkeit mehr Obertöne.

 

Meine Geige klingt auf der D-Saite zu dumpf und zu schwach. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Einen stärkeren Klang erreicht man mit einer höheren Saitenspannung. Mehr Spannung erreicht man mit einer schwereren Saite. Also eine dickere Saite? Nein, eine dickere Saite klingt eher dumpfer. Dünner aber schwerer müsste die Saite sein! Die Lösung: eine D-Saite mit reiner Silberumwicklung (Pirastro Oliv Silber, Pirastro Passione) ist dünn und flexibel, erzeugt aber dank des hohen Gewichts der Silberumwicklung eine starke Spannung. Eine flexible D-Saite wirkt sich auch auf den Klang der anderen drei Saiten positiv aus, weil die Obertöne frei mitschwingen können. Deshalb wird bei den modernen Kunststoffsaiten häufig im Standardsatz eine Silber umwickelte D-Saite verwendet.

 

Gerne beraten wir Sie bei Fragen zu Saiten. Wenn ein optimierter Saitensatz nicht zum gewünschten klanglichen Resultat führt, kann eine Klangeinstellung am Instrument nötig sein. Auch dafür sind Sie bei uns am richtigen Ort!

Dezember 2009 - Neues Barockcello, Saiten und Geschenkgutscheine

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Grüezi!

In diesem Newsletter der Geigenbauwerkstatt Isler + Irniger erfahren Sie etwas über den Bau des jüngsten Barockcellos von Rudolf Isler, und vielleicht können Sie Ihr Wissen über Saiten etwas erweitern. Am Ende erfahren Sie noch unsere Öffnungszeiten über die Festtage und wie Sie mit unserem Geschenkgutschein jemanden überraschen können.


 
 

Garimberti Modell - Rohbau

 

Ein Cello von Rudolf Isler entsteht

Als wir vor einigen Jahren ein Cello von Ferdinando Garimberti, Milano aus dem Jahr 1927 kaufen konnten, war meine Begeisterung dafür gross: das Modell sehr ausgewogen, elegant, der Klang stark und rund, nahe bei meinem Idealklang.

Ich suchte in meinem Holzlager eine sehr leichte Decke und einen gut geflammten Boden samt dazu passenden Zargen und Hals/Schnecke. Bei der Arbeit hat mir unsere Mitarbeiterin Rebekka Moos viel geholfen. Über einem extra angefertigten Formbrett wurde zuerst der Zargenkranz gebaut, danach der Hals mit Schnecke daran befestigt. Nun galt es, diesen Kranz auf das Boden- und das Deckenbrett zu übertragen. Bei den Wölbungen folgte ich nur teilweise dem Vorbild, da dieses allzu asymmetrisch geworden war im Laufe der Zeit. Der am Schluss eingepasste Bassbalken stammt aus dem Prättigau (Fideris) und ist „das schnellste“ Holz an diesem Instrument: es transportiert den Klang mit 6150 m/sek. in Längsrichtung!

Die Lackierung ist mit dem Pinsel in mehreren dünnen Schichten auf die zuvor eingeriebene Grundierung aus Eiweiss, Leinöl und Wasser (Eitempera) aufgetragen und sieht sehr gut aus.

Und das klangliche Resultat? Überzeugen sie sich selber bei einem Probespiel. Das Cello wurde einige Zeit ans Opernhaus vermietet (Orchester „La Scintilla“). Es ist deshalb gut eingespielt. (R.I.)

 
 
 

Unser Tipp: Häufige Fragen zu Saiten

Mein Instrument klingt auf einer Saite zu schwach. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Ja, eine dickere Saite erzeugt mehr Spannung und gibt einen kräftigeren Klang. Die meisten Saiten sind in verschiedenen Stärken lieferbar.

Mein Instrument klingt auf einer Saite zu dumpf. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Ja, eine dünnere Saite schwingt leichter, freier und erzeugt durch die grössere Beweglichkeit mehr Obertöne.

Meine Geige klingt auf der D-Saite zu dumpf und zu schwach. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Einen stärkeren Klang erreicht man mit einer höheren Saitenspannung. Mehr Spannung erreicht man mit einer schwereren Saite. Also eine dickere Saite? Nein, eine dickere Saite klingt eher dumpfer. Dünner aber schwerer müsste die Saite sein! Die Lösung: eine D-Saite mit reiner Silberumwicklung (Pirastro Oliv Silber, Pirastro Passione) ist dünn und flexibel, erzeugt aber dank des hohen Gewichts der Silberumwicklung eine starke Spannung. Eine flexible D-Saite wirkt sich auch auf den Klang der anderen drei Saiten positiv aus, weil die Obertöne frei mitschwingen können. Deshalb wird bei den modernen Kunststoffsaiten häufig im Standardsatz eine Silber umwickelte D-Saite verwendet.

Gerne beraten wir Sie bei Fragen zu Saiten. Wenn ein optimierter Saitensatz nicht zum gewünschten klanglichen Resultat führt, kann eine Klangeinstellung am Instrument nötig sein. Auch dafür sind Sie bei uns am richtigen Ort!

 


Weihnachten ist schon bald!

Brauchen Sie noch eine gute Geschenkidee? Ein Gutschein von Isler + Irniger! Sie können den folgenden Link (Gutschein bestellen) anklicken oder Sie finden die Bestellseite unter unserer Intenetadresse www.isler-irniger.ch

Unsere Öffnungszeiten über die Festtage: Am 24. Dezember offen bis 16 Uhr, dann sind wir wieder ab Mittwoch, 6. Januar 2010 für Sie da.

Wir wünschen Ihnen im Namen der ganzen Werkstatt eine erfüllte Weihnachtszeit und ein gutes Neues Jahr!

Micha Sennhauser und Andreas Irniger

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Isler + Irniger, Meisterwerkstatt für Geigenbau AG
Hirschengraben 22
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April 2009 - Stainer und Kolofonium

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  Grüezi!  
 

Sie lesen soeben den ersten Newsletter der Geigenbauwerkstatt Isler + Irniger. Eine kleine Sensation möchten wir Ihnen vorstellen und im zweiten Teil finden Sie einen Tipp im Umgang mit Streichinstrumenten.

 

 
 

Stainer Decke Stainer Boden Stainer Loewenkopf

 
 

 

Eine Geige von Jacobus Stainer

macht auf Ihrem bereits über 350 Jahre alten "Lebensweg" eine kleine Zwischenstation in unserer Werkstatt und sucht einen neuen Besitzer. Ihr Erbauer galt schon zu Lebzeiten als der beste Geigenbauer neben den Amati in Cremona. Diese Geige von sehr kleinem Format entstand 1658 vermutlich als violino piccolo. Die Piccolo-Violine wurde unter anderem im 1. Brandenburgischen Konzert und in einigen Kantaten von Johann Sebastian Bach verwendet und war eine Terz höher gestimmt wie eine "normale" Geige. Aber zurück zu "unserer" Geige. In der gegenwärtigen Einstellung, wie sie zu uns kam, ist sie in normaler Stimmung spielbar und macht auf den ersten Ton klar, warum Stainer zu den berühmtesten Geigenbauern zählt. Sie wurde vor etwa 30 Jahren in den barocken Originalzustand zurückgebaut. Ihr Löwenkopf stammt nicht von Stainer selber, passt aber von der Entstehungszeit um 1700 gut zum Instrument. Der Korpus ist ausserordentlich gut erhalten, ohne nennenswerte Risse. Wie ein Gemälde wirkt der wunderschöne Boden aus Vogelaugenahorn. Im Standardwerk über Jacob Stainer, dem Buch von Walter Senn und Karl Roy, ist dieses wunderschöne Instrument unter der Nummer A19 abgebildet. Ernsthafte Interessenten können sich gerne anmelden und dieses einzigartige Instrument bei uns ausprobieren.

 

Unser Tipp

Das Bogenharz, Kolophonium genannt, sollte sparsam verwendet werden, damit sich keine dicke Schicht auf den Bogenhaaren bildet. Diese Schicht kann wie Seife wirken oder einen rauhen Klang erzeugen beim Streichen. Übrigens: Kolophonium verliert mit dem Alter an Qualität. Wir empfehlen, dunkles Kolophonium spätestens nach 3, helles nach 5 Jahren Gebrauch zu ersetzen. Nicht selten müssen Bogenhaare erneuert werden, weil altes, verklebtes oder staubendes Kolophonium störende Nebengeräusche beim Spielen erzeugt oder die Ansprache negativ beeinflusst. Es gibt die verschiedensten Sorten. Lassen Sie sich beraten. Der Preis eines guten Kolophoniums von ca. 10 bis 30 Franken lohnt sich!

 

Larica

Larica Kolophonium (früher Liebenzeller)

Ein Kolophonium, das seine positiven Eigenschaften unserer Erfahrung nach sehr lange behält, ist das Liebenzeller Metallkolophonium, das nicht mehr produziert wird. Das Nachfolgeprodukt wird jetzt in der Schweiz nach dem bewährten Originalrezept hergestellt. Es heisst Larica und ist ab etwa Mitte April 2009 bei uns lieferbar.

 

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Wir wünschen Ihnen, auch im Namen der ganzen Werkstatt, frohe Ostern!

Andreas Irniger und Micha Sennhauser

 

 
     
 

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Kolophonium: Wie wird es angewendet und wann sollte es ersetzt werden?

(aus dem Newsletter Nr. 1, April 2009) 

Das Bogenharz, Kolophonium genannt, sollte sparsam verwendet werden, damit sich keine dicke Schicht auf den Bogenhaaren bildet. Diese Schicht kann wie Seife wirken oder einen rauhen Klang erzeugen beim Streichen. Übrigens: Kolophonium verliert mit dem Alter an Qualität. Wir empfehlen, dunkles Kolophonium spätestens nach 3, helles nach 5 Jahren Gebrauch zu ersetzen. Nicht selten müssen Bogenhaare erneuert werden, weil altes, verklebtes oder staubendes Kolophonium störende Nebengeräusche beim Spielen erzeugt oder die Ansprache negativ beeinflusst. Es gibt die verschiedensten Sorten. Lassen Sie sich beraten. Der Preis eines guten Kolophoniums von ca. 10 bis 30 Franken lohnt sich!

 

Larica

Larica Kolophonium (früher Liebenzeller)

Ein Kolophonium, das seine positiven Eigenschaften unserer Erfahrung nach sehr lange behält, ist das Liebenzeller Metallkolophonium, das nicht mehr produziert wird. Das Nachfolgeprodukt wird jetzt in der Schweiz nach dem bewährten Originalrezept hergestellt. Es heisst Larica und ist seit Mitte April 2009 bei uns lieferbar.

Larica Kolophon

Das neue Larica Kolophon (Gold 1-4) ist eingetroffen.

Die Rezeptur vom Liebenzeller Kolophon wurde beibehalten. Andere Sorten dieses beliebten Kolophons haben wir noch an Lager.

Links

Musik

 
A la Q'Art - Streichquartett

Streichquartett A la Q'Art

   
Violinstudio Eva Trüeb Violinunterricht & Coaching, Kurse & Workshops
   
MKZ Musikschule Konservatorium Zürich - MKZ
ZHdK - Musik  Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik
   

 Produkte

 
 Arcus  Unsere Kohlefaser Bogen
 Larica  Larica Metall-Kolophonium nach Liebenzeller Originalrezept
   

Ihr Vorschlag für unsere Linksammlung:

Barockinstrumente - ganzer Vortrag

Was sie schon immer über die Barockgeige, die Barockbratsche und das Barockcello wissen wollten.

Wir steigen mit 5 oft zu hörenden Fragen und Antworten ins Thema ein:

- Ist die Barockgeige eine sog. Kurzhalsgeige? Nein.

            Kurzhalsgeige bezeichnet ein Volksmusikinstrument aus Südwestböhmen, auch          „Dudlgeige“ oder „Dudelsackgeige“ genannt.

- Erkennt man ein Barockinstrument an der hohen Wölbung? Nein.

            Es gab schon immer höher und weniger hoch gewölbte Instrumente.

- Waren die Hälse in flachem Winkel (zur Korpus-Achse) befestigt? Ja und Nein.

            Es kommen ganz flache, „normale“ und auch sehr steile Winkel vor.

- Haben Darmsaiten weniger Spannung? Nein.

            Darmsaiten können ohne weiteres die gleiche Spannung wie moderne Saiten haben.

 

- Sieht man auf den ersten Blick, ob es sich um ein Barockinstrument handelt?

           Mit etwas Übung schon!

Schauen wir uns nun die einzelnen Teile der Instrumente genauer an:

Das Griffbrett

ist deutlich kürzer. Es ist bei der Geige nur “zwei Oktaven lang“, weil die meisten Kompositionen des 16. und 17. Jhd. keine höheren Töne verlangten. Während ein modernes Griffbrett etwa 3 cm länger und aus massivem Ebenholz gemacht ist, kommen beim Griffbrett des 16.-18. Jahrhunderts ganz verschiedene Hölzer zur Anwendung. Der Kern ist häufig aus Fichte. Das hat zwei gute Gründe. Erstens war Fichte viel billiger und leichter zu beschaffen als Ebenholz und zweitens hat sie mit 6000 m/sek. die beste Schall-Leitfähigkeit. (im Vergleich dazu: Ebenholz 3200 m/sek.). Der weiche Kern wurde aus Gründen der Haltbarkeit mit einem ca. 1 mm dicken Furnier aus Ebenholz belegt. Das Furnier wird gebogen und hat die Tendenz, sich wieder zu strecken. Deshalb sind einige originale Griffbretter in der Querrichtung sehr flach geworden. Die beiden mittleren Saiten haben dadurch einen zu grossem Abstand vom Griffbrett, was vor allem in hohen Lagen die Spielbarkeit einschränkt. Eine gute, also der Rundung des Steges entsprechende Querwölbung, erleichtert den Spielenden „das Leben auf dem Griffbrett“ wesentlich. Schauen Sie selber genau hin und lassen Sie diesen Punkt im Zweifelsfall von uns kontrollieren!

Die Seitenkanten müssen aus Hartholz sein: Ebenholz, Birnbaum, Ahorn, Schlangenholz wird verwendet. Ein so konstruiertes Griffbrett begünstigt die Obertöne und den Nachhall und trägt dazu bei, den „Barockklang“ zu produzieren. Oft ist es oft mit kunstvollen Verzierungen versehen: kontrastierende Ränder, kunstvolle Muster aus verschiedensten Hölzern, Intarsien.

Unverständlich ist es, dass die im Laufe von Jahrhunderten verformten Originale auch heute noch sklavisch genau, mit allen Fehlern kopiert werden.

Der Hals

wurde stumpf auf die Oberzarge aufgeleimt. Als zusätzliche Sicherung wurden von innen 1 – 3 geschmiedete Nägel (beim Cello bis 5 Stück!) durch den Oberklotz hindurch in den Halsstock getrieben. Ab ca. 1800 wurde der „ moderne Hals“ praktisch immer mit einer Schwalbenschwanz-Verbindung in den Korpus eingesetzt und geleimt.

Der Halswinkel (zur Korpus-Achse)

variierte bis etwa zum Jahr 1800 stark. Aus den unveränderten Originalen lässt sich kein “Patentrezept“ ableiten, wie ein Barockhals proportioniert sein soll. Wir beraten Sie detailliert über die Konsequenzen der verschiedenen Möglichkeiten: je flacher der Halswinkel, desto keilförmiger das Griffbrett. Damit wird der Hals Richtung Korpus deutlich dicker. Das kann Spielerinnen und Spieler anfangs irritieren.

Der Bassbalken

war feiner und meistens weniger lang.

Der Saitenhalter

aus Hartholz wurde häufig auch furniert und gleich wie das Griffbrett verziert. Feinstimmer sind noch nicht erfunden – die Darmsaiten lassen sich gut mit den Wirbeln stimmen.

Der Stimmstock

ist ein 0,8 Gramm leichtes Fichten-Stäbchen, das zwischen Boden und Decke eingeklemmt wird. Er ist ein sensibles Steuerorgan für den Klang. In Italien heisst er Anima (Seele). Schon der Name sagt, um was es geht: ist nämlich die Seele aus dem Gleichgewicht geraten, ist der Klang gestört und damit sicher auch das seelische Gleichgewicht des Spielers oder der Spielerin. In dieser Situation folgen wir am besten Leopold Mozart’s Rat aus seiner Violinschule von 1756 :

Der Stimmstock muss nicht zu hoch aber auch nicht zu nieder seyn, und rechter Hand etwas weniges hinter dem Fuss des Sattels (=Steg) stehen. Es ist kein geringer Vortheil den Stimmstock gut zu setzen. Man muss ihn mit vieler Geduld öfters hin und her rücken; jedes Mal durch Abspielung verschiedener Töne auf jeder Seyte den Klang der Geige wohl untersuchen, und so lang auf diese Art fortfahren: bis man die Güte des Tones gefunden.

Vater Mozart wäre bestimmt mit mir einig, dass diese heikle Arbeit am besten von erfahrenen Fachleuten ausgeführt wird.

Der Steg des 16. - 18. Jhd.

existiert in einer Vielzahl von Modellen. Einige haben berühmte Namen, wie Guarneri, Tartini oder Banks. Jedes Modell hat seine eigene Klangcharakteristik

Fragen Sie uns, wenn Sie klangliche Wünsche haben und profitieren Sie von unserer Erfahrung.

Die Saiten

Wir haben einige der bekannten Marken am Lager. Am meisten Auswahl jedoch finden Sie im vollständigen Sortiment von Damian Dlugolecki, Stringmaker, das wir stets am Lager führen. Sie finden auch selten gebrauchte Saiten, wie z.B. Cello e (die 5.Saite). Alle Saiten sind aus Schafs- oder Rinderdarm gefertigt, die tieferen sind mit Draht umsponnen, meist versilberter Kupferdraht. Seit 27 Jahren machen wir sehr gute Erfahrungen, mit Klang und Haltbarkeit der Saiten von Damian. Die Zeiten, wo eine Violin-e-Saite lediglich eine Woche hielt, sind glücklicherweise vorbei: meist ersetzt man sie, weil sie nach Wochen und Monaten einfach abgespielt sind und nicht mehr optimal klingen. Wer unter feuchten Händen leidet, wählt die lackierten Saiten. Diese fransen viel weniger schnell aus.

Kinnhalter ?

Der Kinnhalter wurde erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden. Die meisten Musiker und Musikerinnen versuchen deshalb, ohne auszukommen.

Stachel ?

Ursprünglich steckte in den tiefen Instrumenten ein etwa 15 cm langer Stachel. Wir nennen diese Instrumente heute „Continuo-Cello“ oder „Basse de Violon“. Sie waren ca. 10 cm länger als unser heutiges Cello. Michael Praetorius bildet diesen Instrumenten-Typ ab (Syntagma Musicum 1619). Als dann aber in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts der Name „Violoncello“ erstmals auftaucht und dieses auf heutige Masse verkleinerte Instrument zu einer steilen solistischen Karriere ansetzte, waren sich die führenden Cellisten einig, dass der Stachel „beim Übersetzen hinderlich ist“ (Übersetzen = Lagenwechsel). Deshalb wurde er abgeschafft und erst im 19. Jahrhundert wieder eingeführt.

Das 5-saitige Solocello, (Cello Piccolo, Viola Pomposa und Viola da Spalla)

Unter diesen Begriffen tauchen ab 1667 verschiedene Instrumententypen in Cellogrösse auf. Auf Wikipedia findet sich eine Übersicht unter dem Stichwort Violoncello piccolo. Es gibt in dem Artikel div. Abbildungen und auch ein Klangbeispiel.

Die namhaften Barockcellisten Anner Bylsma, Pieter Wispelwey und Christophe Coin machten durch ihre Einspielungen der 6. Solosuite von J.S.Bach das auch in unserer Werkstatt zur Verfügung stehende 5-saitige Solocello bekannt. Es hat die Stimmung C-G-d-a-e1 und ist etwas kleiner mensuriert.

Da aber um 1750 der Daumenaufsatz erfunden wurde, welcher es erlaubte, auf der A-Saite bisher unbekannte hohe Lagen zu erreichen, hatte das 5-saitige Solocello nur eine kurze Blütezeit. Erst in den letzten Jahrzehnten des 20. Jhd. erlebte dieses klanglich äusserst reizvolle Instrument eine bemerkenswerte Renaissance.

Sie können es gerne in unserer Werkstatt ausprobieren und vielleicht entdecken Sie dabei, wie wunderbar leicht sich auch die Arpeggione–Sonate von Schubert darauf spielen lässt!

Der Bogen

für die Barockinstrumente unterscheidet sich deutlich vom modernen Bogen. Er ist meist aus Schlangenholz gefertigt, mit eleganter, langer Spitze, ohne äusserlich sichtbare Metallteile. Er ist deutlich leichter und oft kürzer als ein moderner Bogen. Da man weniger Gewicht hin und her bewegen muss, ist er „schneller“. Die feine Spitze erleichtert die „sprechende Artikulation“, wo einem aktiven Abstrich (Aktion) ein entspannter Aufstrich (Reaktion) folgt. Die uns vertraute Schraub-Mechanik am Frosch wurde erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts erfunden. Bei früheren Bögen wurden die Haare mit einem sog. Steckfrosch gespannt.

Die Stimmung

die Quinten-Stimmung war gleich wie heute, nur der Stimmton a1 variierte je nach Land und Stadt zwischen 392 hz und 465 hz, was etwa einem Ganzton entspricht!! Da die Instrumente stark auf die unterschiedlichen Saitenspannungen reagieren, ist auch diesem Umstand Rechnung zu tragen, indem stärkere oder schwächere Saiten montiert werden müssen.

Auch damit haben wir Erfahrung, mussten wir doch für eine Lully-Oper viele Instrument des Opernhauses umrüsten, damit sie optimal funktionierten bei der tiefen Stimmung.

Zusammenfassung

„Authentischer Klang“, „Original-Klang“, produziert auf „Barock-Instrumenten“ die wir heute spielen, sind Interpretationen unserer Zeit, die sich auf fundierte historische Quellen stützen.

Das Klangresultat kommt durch die Summe der oben beschriebenen baulichen Besonderheiten und natürlich auch wesentlich durch die „sprechende Artikulation“, die Spielweise, zu Stande. Unbestritten ist dabei, dass in barocker Weise gebaute Instrumente und Bogen den Spielenden die klangliche Annäherung an die historischen Texte erleichtern.

Zürich, im Oktober 2017                                                Rudolf Isler, Geigenbaumeister

Tipps

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Zusätzlich finden Sie das Buch "Pflegehinweise zum Erhalt Ihres Streichinstruments" vonSusanne Conradi bei uns für Fr. 16.50

Pflegehinweise

Was Sie schon immer über die Barockgeige wissen wollten

Was sie schon immer über die Barockgeige, die Barockbratsche und das Barockcello wissen wollten.

Wir steigen mit 5 oft zu hörenden Fragen und Antworten ins Thema ein:

- Ist die Barockgeige eine sog. Kurzhalsgeige? Nein.

            Kurzhalsgeige bezeichnet ein Volksmusikinstrument aus Südwestböhmen, auch          „Dudlgeige“ oder „Dudelsackgeige“ genannt.

- Erkennt man ein Barockinstrument an der hohen Wölbung? Nein.

            Es gab schon immer höher und weniger hoch gewölbte Instrumente.

- Waren die Hälse in flachem Winkel (zur Korpus-Achse) befestigt? Ja und Nein.

            Es kommen ganz flache, „normale“ und auch sehr steile Winkel vor.

- Haben Darmsaiten weniger Spannung? Nein.

            Darmsaiten können ohne weiteres die gleiche Spannung wie moderne Saiten haben.

 

- Sieht man auf den ersten Blick, ob es sich um ein Barockinstrument handelt?

           Mit etwas Übung schon!

Schauen wir uns nun die einzelnen Teile der Instrumente genauer an:

Das Griffbrett

ist deutlich kürzer. Es ist bei der Geige nur “zwei Oktaven lang“, weil die meisten Kompositionen des 16. und 17. Jhd. keine höheren Töne verlangten. Während ein modernes Griffbrett etwa 3 cm länger und aus massivem Ebenholz gemacht ist, kommen beim Griffbrett des 16.-18. Jahrhunderts ganz verschiedene Hölzer zur Anwendung. Der Kern ist häufig aus Fichte. Das hat zwei gute Gründe. Erstens war Fichte viel billiger und leichter zu beschaffen als Ebenholz und zweitens hat sie mit 6000 m/sek. die beste Schall-Leitfähigkeit. (im Vergleich dazu: Ebenholz 3200 m/sek.). Der weiche Kern wurde aus Gründen der Haltbarkeit mit einem ca. 1 mm dicken Furnier aus Ebenholz belegt. Das Furnier wird gebogen und hat die Tendenz, sich wieder zu strecken. Deshalb sind einige originale Griffbretter in der Querrichtung sehr flach geworden. Die beiden mittleren Saiten haben dadurch einen zu grossem Abstand vom Griffbrett, was vor allem in hohen Lagen die Spielbarkeit einschränkt. Eine gute, also der Rundung des Steges entsprechende Querwölbung, erleichtert den Spielenden „das Leben auf dem Griffbrett“ wesentlich. Schauen Sie selber genau hin und lassen Sie diesen Punkt im Zweifelsfall von uns kontrollieren!

Die Seitenkanten müssen aus Hartholz sein: Ebenholz, Birnbaum, Ahorn, Schlangenholz wird verwendet. Ein so konstruiertes Griffbrett begünstigt die Obertöne und den Nachhall und trägt dazu bei, den „Barockklang“ zu produzieren. Oft ist es oft mit kunstvollen Verzierungen versehen: kontrastierende Ränder, kunstvolle Muster aus verschiedensten Hölzern, Intarsien.

Unverständlich ist es, dass die im Laufe von Jahrhunderten verformten Originale auch heute noch sklavisch genau, mit allen Fehlern kopiert werden.

Der Hals

wurde stumpf auf die Oberzarge aufgeleimt. Als zusätzliche Sicherung wurden von innen 1 – 3 geschmiedete Nägel (beim Cello bis 5 Stück!) durch den Oberklotz hindurch in den Halsstock getrieben. Ab ca. 1800 wurde der „ moderne Hals“ praktisch immer mit einer Schwalbenschwanz-Verbindung in den Korpus eingesetzt und geleimt.

Der Halswinkel (zur Korpus-Achse)

variierte bis etwa zum Jahr 1800 stark. Aus den unveränderten Originalen lässt sich kein “Patentrezept“ ableiten, wie ein Barockhals proportioniert sein soll. Wir beraten Sie detailliert über die Konsequenzen der verschiedenen Möglichkeiten: je flacher der Halswinkel, desto keilförmiger das Griffbrett. Damit wird der Hals Richtung Korpus deutlich dicker. Das kann Spielerinnen und Spieler anfangs irritieren.

Der Bassbalken

war feiner und meistens weniger lang.

Der Saitenhalter

aus Hartholz wurde häufig auch furniert und gleich wie das Griffbrett verziert. Feinstimmer sind noch nicht erfunden – die Darmsaiten lassen sich gut mit den Wirbeln stimmen.

Der Stimmstock

ist ein 0,8 Gramm leichtes Fichten-Stäbchen, das zwischen Boden und Decke eingeklemmt wird. Er ist ein sensibles Steuerorgan für den Klang. In Italien heisst er Anima (Seele). Schon der Name sagt, um was es geht: ist nämlich die Seele aus dem Gleichgewicht geraten, ist der Klang gestört und damit sicher auch das seelische Gleichgewicht des Spielers oder der Spielerin. In dieser Situation folgen wir am besten Leopold Mozart’s Rat aus seiner Violinschule von 1756 :

Der Stimmstock muss nicht zu hoch aber auch nicht zu nieder seyn, und rechter Hand etwas weniges hinter dem Fuss des Sattels (=Steg) stehen. Es ist kein geringer Vortheil den Stimmstock gut zu setzen. Man muss ihn mit vieler Geduld öfters hin und her rücken; jedes Mal durch Abspielung verschiedener Töne auf jeder Seyte den Klang der Geige wohl untersuchen, und so lang auf diese Art fortfahren: bis man die Güte des Tones gefunden.

Vater Mozart wäre bestimmt mit mir einig, dass diese heikle Arbeit am besten von erfahrenen Fachleuten ausgeführt wird.

Der Steg des 16. - 18. Jhd.

existiert in einer Vielzahl von Modellen. Einige haben berühmte Namen, wie Guarneri, Tartini oder Banks. Jedes Modell hat seine eigene Klangcharakteristik

Fragen Sie uns, wenn Sie klangliche Wünsche haben und profitieren Sie von unserer Erfahrung.

Die Saiten

Wir haben einige der bekannten Marken am Lager. Am meisten Auswahl jedoch finden Sie im vollständigen Sortiment von Damian Dlugolecki, Stringmaker, das wir stets am Lager führen. Sie finden auch selten gebrauchte Saiten, wie z.B. Cello e (die 5.Saite). Alle Saiten sind aus Schafs- oder Rinderdarm gefertigt, die tieferen sind mit Draht umsponnen, meist versilberter Kupferdraht. Seit 27 Jahren machen wir sehr gute Erfahrungen, mit Klang und Haltbarkeit der Saiten von Damian. Die Zeiten, wo eine Violin-e-Saite lediglich eine Woche hielt, sind glücklicherweise vorbei: meist ersetzt man sie, weil sie nach Wochen und Monaten einfach abgespielt sind und nicht mehr optimal klingen. Wer unter feuchten Händen leidet, wählt die lackierten Saiten. Diese fransen viel weniger schnell aus.

Kinnhalter ?

Der Kinnhalter wurde erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden. Die meisten Musiker und Musikerinnen versuchen deshalb, ohne auszukommen.

Stachel ?

Ursprünglich steckte in den tiefen Instrumenten ein etwa 15 cm langer Stachel. Wir nennen diese Instrumente heute „Continuo-Cello“ oder „Basse de Violon“. Sie waren ca. 10 cm länger als unser heutiges Cello. Michael Praetorius bildet diesen Instrumenten-Typ ab (Syntagma Musicum 1619). Als dann aber in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts der Name „Violoncello“ erstmals auftaucht und dieses auf heutige Masse verkleinerte Instrument zu einer steilen solistischen Karriere ansetzte, waren sich die führenden Cellisten einig, dass der Stachel „beim Übersetzen hinderlich ist“ (Übersetzen = Lagenwechsel). Deshalb wurde er abgeschafft und erst im 19. Jahrhundert wieder eingeführt.

Das 5-saitige Solocello, (Cello Piccolo, Viola Pomposa und Viola da Spalla)

Unter diesen Begriffen tauchen ab 1667 verschiedene Instrumententypen in Cellogrösse auf. Auf Wikipedia findet sich eine Übersicht unter dem Stichwort Violoncello piccolo. Es gibt in dem Artikel div. Abbildungen und auch ein Klangbeispiel.

Die namhaften Barockcellisten Anner Bylsma, Pieter Wispelwey und Christophe Coin machten durch ihre Einspielungen der 6. Solosuite von J.S.Bach das auch in unserer Werkstatt zur Verfügung stehende 5-saitige Solocello bekannt. Es hat die Stimmung C-G-d-a-e1 und ist etwas kleiner mensuriert.

Da aber um 1750 der Daumenaufsatz erfunden wurde, welcher es erlaubte, auf der A-Saite bisher unbekannte hohe Lagen zu erreichen, hatte das 5-saitige Solocello nur eine kurze Blütezeit. Erst in den letzten Jahrzehnten des 20. Jhd. erlebte dieses klanglich äusserst reizvolle Instrument eine bemerkenswerte Renaissance.

Sie können es gerne in unserer Werkstatt ausprobieren und vielleicht entdecken Sie dabei, wie wunderbar leicht sich auch die Arpeggione–Sonate von Schubert darauf spielen lässt!

Der Bogen

für die Barockinstrumente unterscheidet sich deutlich vom modernen Bogen. Er ist meist aus Schlangenholz gefertigt, mit eleganter, langer Spitze, ohne äusserlich sichtbare Metallteile. Er ist deutlich leichter und oft kürzer als ein moderner Bogen. Da man weniger Gewicht hin und her bewegen muss, ist er „schneller“. Die feine Spitze erleichtert die „sprechende Artikulation“, wo einem aktiven Abstrich (Aktion) ein entspannter Aufstrich (Reaktion) folgt. Die uns vertraute Schraub-Mechanik am Frosch wurde erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts erfunden. Bei früheren Bögen wurden die Haare mit einem sog. Steckfrosch gespannt.

Die Stimmung

die Quinten-Stimmung war gleich wie heute, nur der Stimmton a1 variierte je nach Land und Stadt zwischen 392 hz und 465 hz, was etwa einem Ganzton entspricht!! Da die Instrumente stark auf die unterschiedlichen Saitenspannungen reagieren, ist auch diesem Umstand Rechnung zu tragen, indem stärkere oder schwächere Saiten montiert werden müssen.

Auch damit haben wir Erfahrung, mussten wir doch für eine Lully-Oper viele Instrument des Opernhauses umrüsten, damit sie optimal funktionierten bei der tiefen Stimmung.

Zusammenfassung

„Authentischer Klang“, „Original-Klang“, produziert auf „Barock-Instrumenten“ die wir heute spielen, sind Interpretationen unserer Zeit, die sich auf fundierte historische Quellen stützen.

Das Klangresultat kommt durch die Summe der oben beschriebenen baulichen Besonderheiten und natürlich auch wesentlich durch die „sprechende Artikulation“, die Spielweise, zu Stande. Unbestritten ist dabei, dass in barocker Weise gebaute Instrumente und Bogen den Spielenden die klangliche Annäherung an die historischen Texte erleichtern.

Zürich, im Oktober 2017                                                Rudolf Isler, Geigenbaumeister

 

 

 

Preisabschlag auf Darmsaiten

Kursbedingter Preisabschlag ab 20. August 2008:

25% auf Darmsaiten von Damian Dlugolecki

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