10 kurze Pflegetipps für Streichinstrumente

Diese Pflegetipps können Sie hier auch als PDF öffnen oder herunterladen. Sie können diesen dann ausdrucken und weitergeben. Um regelmässig den Newsletter mit Informationen wie diese zu erhalten, abonnieren Sie ihn hier.

 

 

1.      Instrument versorgen: Wenn das Instrument nicht gebraucht wird, muss es im Etui oder in der Hülle versorgt werden (Cello ev. auf dem Ständer). So ist es am besten geschützt. Lagerung: Liegend, an einem schattigen Ort, geschützt vor Durchzug und Unfallgefahren, nicht bei der Heizung. Optimal ist ein temperierter Raum mit einer Luftfeuchtigkeit von 40-60%.

2.      Kleber und Sticker können auf das Griffbrett geklebt werden. Sticker auf dem Lack sind tabu.

3.      Reinigung des Instruments durch sanftes Abwischen mit einem weichen, trockenen Tuch. Bitte NIE mit sogenannten Instrumentenpolituren, denn diese beschädigen Lack und Instrument.

4.      Bogen immer abspannen nach dem Spielen, so verlieren weder Stange noch Haare ihre Elastizität.

5.      Bogenhaare nicht berühren, das Kolophonium haftet sonst nicht mehr richtig.

6.      Wenig Kolophonium: Es genügt, alle 3 Spielstunden ein wenig Kolophonium aufzutragen. Zu viel Kolophonium an den Haaren führt zu einem „kratzigen“ Klang.

7.      Kolophonium auftragen: wenn der Daumen als Puffer dient (s. Foto oben), splittert es viel weniger ab und hält somit länger.

8.      Schulterstütze vorsichtig montieren und nach dem Spielen wieder abnehmen. Wenn ein Gummischutz beschädigt ist oder fehlt, darf die Stütze nicht mehr auf das Instrument montiert werden, sondern muss zur Reparatur zum Geigenbauer gebracht werden.

9.      Zubehör gehört immer wieder ins Etui damit es nicht verloren geht.
Checkliste: Instrument, Bogen, Schulterstütze bzw. Parkettschoner, Kolophonium, Schutzdecke (bei Geigen).

10.  Etui: den Reissverschluss vor dem Aufklappen immer ganz nach hinten ziehen, sonst geht er schnell kaputt. Allfällige Notentaschen nicht überfüllen (auch wegen des Gewichts).

Isler Irniger Sennhauser Geigenbaumeister AG
Schlossergasse 9, 8001 Zürich
044 262 03 80 – Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
www.geigenbaumeister.ch

Diese Tipps als PDF-Datei zum Ausdrucken finden Sie hier.

Daumenpuffer web

 

Finden Sie diese Informationen interessant? Sie können auch regelmässig Informationen wie diese erhalten, wenn Sie den Werkstatt-Newsletter abonnieren.

Was sie schon immer über die Barockgeige, die Barockbratsche und das Barockcello wissen wollten.

Wir steigen mit 5 oft zu hörenden Fragen und Antworten ins Thema ein:

- Ist die Barockgeige eine sog. Kurzhalsgeige? Nein.

            Kurzhalsgeige bezeichnet ein Volksmusikinstrument aus Südwestböhmen, auch          „Dudlgeige“ oder „Dudelsackgeige“ genannt.

- Erkennt man ein Barockinstrument an der hohen Wölbung? Nein.

            Es gab schon immer höher und weniger hoch gewölbte Instrumente.

- Waren die Hälse in flachem Winkel (zur Korpus-Achse) befestigt? Ja und Nein.

            Es kommen ganz flache, „normale“ und auch sehr steile Winkel vor.

- Haben Darmsaiten weniger Spannung? Nein.

            Darmsaiten können ohne weiteres die gleiche Spannung wie moderne Saiten haben.

 

- Sieht man auf den ersten Blick, ob es sich um ein Barockinstrument handelt?

           Mit etwas Übung schon!

Schauen wir uns nun die einzelnen Teile der Instrumente genauer an:

Das Griffbrett

ist deutlich kürzer. Es ist bei der Geige nur “zwei Oktaven lang“, weil die meisten Kompositionen des 16. und 17. Jhd. keine höheren Töne verlangten. Während ein modernes Griffbrett etwa 3 cm länger und aus massivem Ebenholz gemacht ist, kommen beim Griffbrett des 16.-18. Jahrhunderts ganz verschiedene Hölzer zur Anwendung. Der Kern ist häufig aus Fichte. Das hat zwei gute Gründe. Erstens war Fichte viel billiger und leichter zu beschaffen als Ebenholz und zweitens hat sie mit 6000 m/sek. die beste Schall-Leitfähigkeit. (im Vergleich dazu: Ebenholz 3200 m/sek.). Der weiche Kern wurde aus Gründen der Haltbarkeit mit einem ca. 1 mm dicken Furnier aus Ebenholz belegt. Das Furnier wird gebogen und hat die Tendenz, sich wieder zu strecken. Deshalb sind einige originale Griffbretter in der Querrichtung sehr flach geworden. Die beiden mittleren Saiten haben dadurch einen zu grossem Abstand vom Griffbrett, was vor allem in hohen Lagen die Spielbarkeit einschränkt. Eine gute, also der Rundung des Steges entsprechende Querwölbung, erleichtert den Spielenden „das Leben auf dem Griffbrett“ wesentlich. Schauen Sie selber genau hin und lassen Sie diesen Punkt im Zweifelsfall von uns kontrollieren!

Die Seitenkanten müssen aus Hartholz sein: Ebenholz, Birnbaum, Ahorn, Schlangenholz wird verwendet. Ein so konstruiertes Griffbrett begünstigt die Obertöne und den Nachhall und trägt dazu bei, den „Barockklang“ zu produzieren. Oft ist es oft mit kunstvollen Verzierungen versehen: kontrastierende Ränder, kunstvolle Muster aus verschiedensten Hölzern, Intarsien.

Unverständlich ist es, dass die im Laufe von Jahrhunderten verformten Originale auch heute noch sklavisch genau, mit allen Fehlern kopiert werden.

Der Hals

wurde stumpf auf die Oberzarge aufgeleimt. Als zusätzliche Sicherung wurden von innen 1 – 3 geschmiedete Nägel (beim Cello bis 5 Stück!) durch den Oberklotz hindurch in den Halsstock getrieben. Ab ca. 1800 wurde der „ moderne Hals“ praktisch immer mit einer Schwalbenschwanz-Verbindung in den Korpus eingesetzt und geleimt.

Der Halswinkel (zur Korpus-Achse)

variierte bis etwa zum Jahr 1800 stark. Aus den unveränderten Originalen lässt sich kein “Patentrezept“ ableiten, wie ein Barockhals proportioniert sein soll. Wir beraten Sie detailliert über die Konsequenzen der verschiedenen Möglichkeiten: je flacher der Halswinkel, desto keilförmiger das Griffbrett. Damit wird der Hals Richtung Korpus deutlich dicker. Das kann Spielerinnen und Spieler anfangs irritieren.

Der Bassbalken

war feiner und meistens weniger lang.

Der Saitenhalter

aus Hartholz wurde häufig auch furniert und gleich wie das Griffbrett verziert. Feinstimmer sind noch nicht erfunden – die Darmsaiten lassen sich gut mit den Wirbeln stimmen.

Der Stimmstock

ist ein 0,8 Gramm leichtes Fichten-Stäbchen, das zwischen Boden und Decke eingeklemmt wird. Er ist ein sensibles Steuerorgan für den Klang. In Italien heisst er Anima (Seele). Schon der Name sagt, um was es geht: ist nämlich die Seele aus dem Gleichgewicht geraten, ist der Klang gestört und damit sicher auch das seelische Gleichgewicht des Spielers oder der Spielerin. In dieser Situation folgen wir am besten Leopold Mozart’s Rat aus seiner Violinschule von 1756 :

Der Stimmstock muss nicht zu hoch aber auch nicht zu nieder seyn, und rechter Hand etwas weniges hinter dem Fuss des Sattels (=Steg) stehen. Es ist kein geringer Vortheil den Stimmstock gut zu setzen. Man muss ihn mit vieler Geduld öfters hin und her rücken; jedes Mal durch Abspielung verschiedener Töne auf jeder Seyte den Klang der Geige wohl untersuchen, und so lang auf diese Art fortfahren: bis man die Güte des Tones gefunden.

Vater Mozart wäre bestimmt mit mir einig, dass diese heikle Arbeit am besten von erfahrenen Fachleuten ausgeführt wird.

Der Steg des 16. - 18. Jhd.

existiert in einer Vielzahl von Modellen. Einige haben berühmte Namen, wie Guarneri, Tartini oder Banks. Jedes Modell hat seine eigene Klangcharakteristik

Fragen Sie uns, wenn Sie klangliche Wünsche haben und profitieren Sie von unserer Erfahrung.

Die Saiten

Wir haben einige der bekannten Marken am Lager. Am meisten Auswahl jedoch finden Sie im vollständigen Sortiment von Damian Dlugolecki, Stringmaker, das wir stets am Lager führen. Sie finden auch selten gebrauchte Saiten, wie z.B. Cello e (die 5.Saite). Alle Saiten sind aus Schafs- oder Rinderdarm gefertigt, die tieferen sind mit Draht umsponnen, meist versilberter Kupferdraht. Seit 27 Jahren machen wir sehr gute Erfahrungen, mit Klang und Haltbarkeit der Saiten von Damian. Die Zeiten, wo eine Violin-e-Saite lediglich eine Woche hielt, sind glücklicherweise vorbei: meist ersetzt man sie, weil sie nach Wochen und Monaten einfach abgespielt sind und nicht mehr optimal klingen. Wer unter feuchten Händen leidet, wählt die lackierten Saiten. Diese fransen viel weniger schnell aus.

Kinnhalter ?

Der Kinnhalter wurde erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden. Die meisten Musiker und Musikerinnen versuchen deshalb, ohne auszukommen.

Stachel ?

Ursprünglich steckte in den tiefen Instrumenten ein etwa 15 cm langer Stachel. Wir nennen diese Instrumente heute „Continuo-Cello“ oder „Basse de Violon“. Sie waren ca. 10 cm länger als unser heutiges Cello. Michael Praetorius bildet diesen Instrumenten-Typ ab (Syntagma Musicum 1619). Als dann aber in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts der Name „Violoncello“ erstmals auftaucht und dieses auf heutige Masse verkleinerte Instrument zu einer steilen solistischen Karriere ansetzte, waren sich die führenden Cellisten einig, dass der Stachel „beim Übersetzen hinderlich ist“ (Übersetzen = Lagenwechsel). Deshalb wurde er abgeschafft und erst im 19. Jahrhundert wieder eingeführt.

Das 5-saitige Solocello, (Cello Piccolo, Viola Pomposa und Viola da Spalla)

Unter diesen Begriffen tauchen ab 1667 verschiedene Instrumententypen in Cellogrösse auf. Auf Wikipedia findet sich eine Übersicht unter dem Stichwort Violoncello piccolo. Es gibt in dem Artikel div. Abbildungen und auch ein Klangbeispiel.

Die namhaften Barockcellisten Anner Bylsma, Pieter Wispelwey und Christophe Coin machten durch ihre Einspielungen der 6. Solosuite von J.S.Bach das auch in unserer Werkstatt zur Verfügung stehende 5-saitige Solocello bekannt. Es hat die Stimmung C-G-d-a-e1 und ist etwas kleiner mensuriert.

Da aber um 1750 der Daumenaufsatz erfunden wurde, welcher es erlaubte, auf der A-Saite bisher unbekannte hohe Lagen zu erreichen, hatte das 5-saitige Solocello nur eine kurze Blütezeit. Erst in den letzten Jahrzehnten des 20. Jhd. erlebte dieses klanglich äusserst reizvolle Instrument eine bemerkenswerte Renaissance.

Sie können es gerne in unserer Werkstatt ausprobieren und vielleicht entdecken Sie dabei, wie wunderbar leicht sich auch die Arpeggione–Sonate von Schubert darauf spielen lässt!

Der Bogen

für die Barockinstrumente unterscheidet sich deutlich vom modernen Bogen. Er ist meist aus Schlangenholz gefertigt, mit eleganter, langer Spitze, ohne äusserlich sichtbare Metallteile. Er ist deutlich leichter und oft kürzer als ein moderner Bogen. Da man weniger Gewicht hin und her bewegen muss, ist er „schneller“. Die feine Spitze erleichtert die „sprechende Artikulation“, wo einem aktiven Abstrich (Aktion) ein entspannter Aufstrich (Reaktion) folgt. Die uns vertraute Schraub-Mechanik am Frosch wurde erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts erfunden. Bei früheren Bögen wurden die Haare mit einem sog. Steckfrosch gespannt.

Die Stimmung

die Quinten-Stimmung war gleich wie heute, nur der Stimmton a1 variierte je nach Land und Stadt zwischen 392 hz und 465 hz, was etwa einem Ganzton entspricht!! Da die Instrumente stark auf die unterschiedlichen Saitenspannungen reagieren, ist auch diesem Umstand Rechnung zu tragen, indem stärkere oder schwächere Saiten montiert werden müssen.

Auch damit haben wir Erfahrung, mussten wir doch für eine Lully-Oper viele Instrument des Opernhauses umrüsten, damit sie optimal funktionierten bei der tiefen Stimmung.

Zusammenfassung

„Authentischer Klang“, „Original-Klang“, produziert auf „Barock-Instrumenten“ die wir heute spielen, sind Interpretationen unserer Zeit, die sich auf fundierte historische Quellen stützen.

Das Klangresultat kommt durch die Summe der oben beschriebenen baulichen Besonderheiten und natürlich auch wesentlich durch die „sprechende Artikulation“, die Spielweise, zu Stande. Unbestritten ist dabei, dass in barocker Weise gebaute Instrumente und Bogen den Spielenden die klangliche Annäherung an die historischen Texte erleichtern.

Zürich, im Oktober 2017                                                Rudolf Isler, Geigenbaumeister

Internationale Reisen mit Instrument und Bogen

iis bedroht

Aktuelle Entwicklung (2014)

Anfang 2014 ist das Washingtoner Artenschutzabkommen, auch CITES genannt (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) in Kraft getreten. Viele Instrumente und Bögen enthalten Materialien, die von diesem Abkommen betroffen sind. Aus diesem Grund müssen beim Grenzübertritt mit Instrumenten und Bögen gewisse Regeln befolgt werden.

Elfenbein, Fischbein, Schildpatt und Rosenholz stammen von geschützten Tieren und Pflanzen. Diese Materialien wurden manchmal bei der Herstellung folgender Teile verwendet: Wirbel, Saitenhalter, Bogenkopfplatte, Bogenfrosch, Bogenbewicklung, Beinchen und Verzierungen an Instrument und Bogen.

Vorgehen

Um im Zweifelsfall abzuklären, ob keine Bestandteile Ihres Instruments oder Ihres Bogens von den Bestimmungen des Abkommens betroffen sind, wenden Sie sich an Ihren Geigenbauer.

Fall keine Teile aus Materialien von geschützten Arten vorhanden sind, kann er Ihnen das schriftlich bestätigen und somit allfällige Unklarheiten ausräumen.

Wenn Teile Ihres Instruments oder Bogens aus Elfenbein, Fischbein, Schildpatt oder Rosenholz sind, brauchen Sie für Grenzübertritte einen CITES-Musikinstrumentenpass.

Der CITES Musikinstrumentenpass

Um den grenzübergreifenden Verkehr zu ermöglichen, wurde von CITES der Musikinstrumentenpass (Musical instrument certificate) geschaffen. Dieser wird in der Schweiz vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) ausgestellt. Der CITES Musikinstrumentenpass ist persönlich und kann gleichzeitig für Bogen und Geige ausgestellt werden. Er kostet 50 Franken und hat eine Gültigkeitsdauer von 3 Jahren. Leider ist der CITES Musikinstrumentenpass für Reisen in die USA nicht ausreichend. Weiter Informationen finden Sie unten unter „Links“.

Vorsicht beim Reisen in die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) 

Für Reisen in die USA empfehlen wir generell, keine Instrumente oder Bögen mit Bestandteilen aus Elfenbein, Schildpatt oder Fischbein mitzunehmen. Nicht verboten, aber wegen der Verwechlungsgefahr problematisch sind weisse Kopfplatten aus Knochen, Mammutelfenbein oder Kunststoff und Bewicklungen aus Fischbeinimitat. Achtung: Wir können nicht garantieren, dass eine Bestätigung vom Geigenbauer vom US-Zollamt akzeptiert wird. Eine gute Alternative sind zum Beispiel unsere ARCUS Bögen.

Zitat aus einer Antwort vom BLV am 25. September 2014: "Die Einfuhr von Elfenbein in die USA wurde dort grundsätzlich verboten. Es handelt sich um Einfuhrbestimmungen, welche von CITES nicht beeinflusst werden (jedes Land kann strengere Einfuhrbestimmungen als die CITES-Bestimmungen beschliessen). Wir empfehlen daher, persönliche Instrumente auch mit Instrumentenpass nicht in die USA einzuführen."

Links zum Thema

Antrag für den Bezug eines CITES Instrumentenpasses beim BLV (Dateidownload)

Anleitung für den Bezug eines CITES Instrumentenpasses (Musical instrument certificate)Anleitung für den Bezug eines CITES Instrumentenpasses (Musical instrument certificate)

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV - Information Instrumentenpass

Medienmitteilung BLV: Neues Gesetz zum Schutz bedrohter Pflanzen- und Tierarten BGCITES

Verordnung des EDI über die Kontrolle des Verkehrs mit Tieren und Pflanzen geschützter Arten (CITES-Kontrollverordnung) mit Liste der anzumeldenden Exemplare

Kolophonium: Wie wird es angewendet und wann sollte es ersetzt werden? Drucken E-Mail

(aus dem Newsletter Nr. 1, April 2009)

Das Bogenharz, Kolophonium genannt, sollte sparsam verwendet werden, damit sich keine dicke Schicht auf den Bogenhaaren bildet. Diese Schicht kann wie Seife wirken oder einen rauhen Klang erzeugen beim Streichen. Übrigens: Kolophonium verliert mit dem Alter an Qualität. Wir empfehlen, dunkles Kolophonium spätestens nach 3, helles nach 5 Jahren Gebrauch zu ersetzen. Nicht selten müssen Bogenhaare erneuert werden, weil altes, verklebtes oder staubendes Kolophonium störende Nebengeräusche beim Spielen erzeugt oder die Ansprache negativ beeinflusst. Es gibt die verschiedensten Sorten. Lassen Sie sich beraten. Der Preis eines guten Kolophoniums von ca. 10 bis 30 Franken lohnt sich!

 laricagold1

Larica Kolophonium (früher Liebenzeller)

Ein Kolophonium, das seine positiven Eigenschaften unserer Erfahrung nach sehr lange behält, ist das Liebenzeller Metallkolophonium, das nicht mehr produziert wird. Das Nachfolgeprodukt wird jetzt in der Schweiz nach dem bewährten Originalrezept hergestellt. Es heisst Larica und ist seit Mitte April 2009 bei uns lieferbar.

(aus dem Newsletter Nr. 2, Dezember 2009) 

Mein Instrument klingt auf einer Saite zu schwach. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Ja, eine dickere Saite erzeugt mehr Spannung und gibt einen kräftigeren Klang. Die meisten Saiten sind in verschiedenen Stärken lieferbar.

Mein Instrument klingt auf einer Saite zu dumpf. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Ja, eine dünnere Saite schwingt leichter, freier und erzeugt durch die grössere Beweglichkeit mehr Obertöne.

Meine Geige klingt auf der D-Saite zu dumpf und zu schwach. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Einen stärkeren Klang erreicht man mit einer höheren Saitenspannung. Mehr Spannung erreicht man mit einer schwereren Saite. Also eine dickere Saite? Nein, eine dickere Saite klingt eher dumpfer. Dünner aber schwerer müsste die Saite sein! Die Lösung: eine D-Saite mit reiner Silberumwicklung (Pirastro Oliv Silber, Pirastro Passione) ist dünn und flexibel, erzeugt aber dank des hohen Gewichts der Silberumwicklung eine starke Spannung. Eine flexible D-Saite wirkt sich auch auf den Klang der anderen drei Saiten positiv aus, weil die Obertöne frei mitschwingen können. Deshalb wird bei den modernen Kunststoffsaiten häufig im Standardsatz eine Silber umwickelte D-Saite verwendet.

Gerne beraten wir Sie bei Fragen zu Saiten. Wenn ein optimierter Saitensatz nicht zum gewünschten klanglichen Resultat führt, kann eine Klangeinstellung am Instrument nötig sein. Auch dafür sind Sie bei uns am richtigen Ort