DOLFINOS und Haltungsberatung

veröffentlicht am 10.01.2020

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Dank unserer langjährigen Erfahrung mit Berufsmusiker*innen, sowie Laienmusiker*innen und unserer nachhaltigkeitsorientierten Geschäftspolitik bekommen Sie in unserer Werkstatt eine kompetente und unabhängige Beratung vor dem Kauf Ihres neuen DOLFINOS Systems. Sie erhalten folgende Dienstleistungen:

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Frohe Festtage 2019

veröffentlicht 15.12.2019

Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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Nach dem Tag der Offenen Türen

veröffentlicht am 9.12.2019

nach dem Tag der offenen Türen, beflügelt durch die vielen bereichernden, inspirierenden und interessanten Begegnungen, sind wir nun im Alltag wieder angekommen. Die positive Kraft des intensiven Austauschs mit Ihnen wird uns noch lange begleiten.

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Tag der Offenen Türen 2019

veröffentlicht: 10.11.2019

Apéro, Führungen, Vorträgen
Kinderprogramm und Konzert

Ein Glücksfall, wenn man tolle Nachbarn hat! Uns verbindet ein Thema: die Musik.

Gemeinsam laden wir Sie zum Tag der offenen Türen ein.

Sie finden uns an der Schlossergasse 9 im Neustadtquartier (Nähe Grossmünster).

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Tag der Offenen Türen 2019: Programm

Programm Samstag 16. November 2019

10:00 Uhr Beginn mit Kaffee und Gipfeli

11:00 - 17:00 Uhr Apérobuffet u.A. mit Glühwein und Lebkuchen

ganzer TagWerkstattbesichtigung, Sounding Soil (Hörstation) und
Wettbewerb zum Thema Nachhaltigkeit im Geigenbau

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Tag der Offenen Türen 2019 - Konzertprogramm

veröffentlicht: 10.11.2019

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Tag der Offenen Türen 2019 - Musiker des Konzerts

Musiker des Konzerts

veröffentlicht: 10.11.2019

Musiker des Konzerts: Martin Zeller, Gambe und Reymond Huguenin Dumittan, Theorbe

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Was ist eine Gambe?

Gambendecke

veröffentlicht: 10.11.2019

Viola da Gamba

Gambe ist eine Sammelbezeichnung für eine Familie historischer Streichinstrumente. Sie entstand zur selben Zeit wie die Violinenfamilie. Die Bezeichnung da gamba leitet sich von der Spielhaltung ab. Die Instrumente sämtlicher Stimmlagen – Diskant-, Alt-/Tenor-, Bassgambe und Violone – werden im Gegensatz zu den viole da braccio, das heißt „Armgeigen“, zwischen den Beinen gehalten. Die kleineren Typen werden auch mit dem Korpus so auf den Schoß gestellt, dass der Hals nach oben ragt. Die Gamben entstanden wahrscheinlich im 15. Jahrhundert in Spanien. Sie haben fünf oder sechs, später auch sieben Saiten in Quart-Terz-Stimmung und ein mit Bünden versehenes Griffbrett. Den Bogen hält der Spieler im Untergriff.

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Was ist eine Theorbe?

veröffentlicht: 10.11.2019

Theorbe


TeorbeDie Theorbe ist eine Art Basslaute mit einem verlängerten Hals auf dem sich ein zweiter Wirbelkasten befindet. Sie wurde von ca. 1600 bis ca. 1750 benutzt, vornehmlich zur Begleitung von Sängern und anderen Instrumentalisten, seltener auch als Soloinstrument. In verschiedenen Ausführungen war sie in ganz Europa verbreitet, von der Camerata Fiorentina, dem Vatikan, über den Hof Louis XIV in Versailles, London, bis hin nach Mitteldeutschland, wobei sowohl Form als auch Stimmungen je nach Region und Epoche variieren.

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Tag der Offenen Türen 2019 - Sounding Soil

veröffentlicht: 10.11.2019

Sounding Soil – Der Boden tönt

Neben Geigen, Bratschen, Celli und weiteren Musikinstrumenten, begleiten uns Klänge aller Art, seien es ein Tram, das quietscht, ein Auto, das beschleunigt, die Tasten eines Computers, die Stimme unserer Mitmenschen und viele weitere mehr. Uns normalerweise verwehrt, bleiben uns die Klänge, die unter der Erde entstehen...

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September 2018 - ARCUS und Pflegetipps

Grüezi,

Sommerferien sind für viele Menschen ein jährlicher Neuanfang. Auch in unserer Werkstatt durften wir dank der Empfehlung von guten Geigen- Bratschen- und Cellolehrern und -lehrerinnen viele neue kleine und grosse Streicher und Streicherinnen empfangen und ihnen eines von unseren Instrumenten vermieten.

WICHTIG: 10 kurze Pflegetipps für Streichinstrumente (speziell für unsere Mieter, aber nicht nur für sie…) finden Sie hier, auf unserer Website.

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ARCUS: Als wichtigste und erfahrenste Anlaufstelle für die Beratung und den Kauf von ARCUS-Kohlefaserbogen in der Schweiz stellen wir Ihnen heute die neue Serie "Müsing C" vor.  Diese Bögen sind aus dreidimensional geflochtenen Kohlefasern hergestellt und spielen sich ähnlich wie ein Holzbogen. Je nach Qualitätsstufe C2 bis C5 kostet ein Müsing-Bogen zwischen Fr. 500.-  und Fr. 1500.-

Als Premium ARCUS-Händler und begeisterte ARCUS-Spieler bieten wir regelmässig zwischen 40 und 50 verschiedene ARCUS- und Müsing-Bögen an (die grösste Auswahl in der Schweiz). Sie können diese in aller Ruhe ausprobieren und vergleichen - jeder Bogen ist einzigartig. Kontaktieren Sie uns jetzt, um einen Termin zu vereinbaren.

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75 - Diesen Geburtstag durfte Rudolf Isler dieses Jahr feiern. Zu diesem Anlass werden einige Instrumente und Bögen ab Oktober 2018 zu einem Sonderpreis (75% vom Originalpreis) verkauft. Mehr dazu in einem nächsten Brief oder an der Schlossergasse.

Mit musikalischen Spätsommergrüssen aus der Werkstatt.

Micha D. Sennhauser, Andreas Irniger und das ganze Team.

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Isler Irniger Sennhauser Geigenbaumeister AG
Schlossergasse 9
8001 Zürich

+41 44 262 03 80
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Juli 2018 - Wie ich mein Instrument wieder fand...

Grüezi

Gerne erzähle ich Ihnen heute eine kleine Wiedersehensgeschichte.

Winter 2003: Ich war auf dem Heimweg von einer Quartettprobe. Ein anstrengendes Jahr lag hinter mir: Ich hatte meine Meisterprüfung abgelegt, die Vorbereitungen dazu erschöpften mich extrem. Ich hatte geheiratet und weil die Wohnung in Zürich zu klein war für eine Familie mit Kindern, waren wir nun am Renovieren des neuen Heims in Hedingen und am Zügeln. Ich war soeben zurück vom Militärdienst und im Geschäft gab es auch viel zu tun. Das alles ging mir durch den Kopf auf meinem Heimweg und darob schlief ich im Zug ein. Beim nächsten Halt erwachte ich jäh, im letzten Moment schlüpfte ich nach draussen. Die Türe schloss sich hinter mir und weg war der Zug und damit leider auch das Etui mit meiner Bratsche, meinem Bogen und einem damals neuartigen Arcus-Kohlefaserbogen, den ich einer Kollegin gezeigt hatte.

Winter 2018: Ich soll eine Bratsche schätzen. Eine leise Wehmut überkommt mich, als die Kundin das Etui vor mir auf den Tisch legt. Genau so eins habe ich doch auch einmal besessen. Ich öffne das Etui und staune nicht schlecht: Meine Bratsche und die beiden Bögen liegen unversehrt im Kasten vor mir! Ein Bekannter der Kundin hatte den Kasten mit Inhalt bei der Entsorgungsstelle gefunden und zu ihr gebracht, weil sie doch ihre Geige vermisst! Der Glückliche, der sein Instrument mitsamt Bögen wieder hat, bin nun aber ich.

Unser Tipp: Vermisste Instrumente und Bögen können Sie entweder direkt beim Schweizer Verband der Geigenbauer und Bogenmacher SVGB anmelden oder über Ihren Geigenbauer. Als Ergänzung zu einer Polizeimeldung ist das in jedem Fall sinnvoll, mit dem nötigen Glück dauert es dann nicht 15 Jahre bis zum Wiedersehen! Die Meldung wird an alle Verbandsmitglieder in der ganzen Schweiz verschickt. Kürzlich hat eine Kundin so Ihren vermissten, frisch restaurierten, schönen französischen Bogen wiedergefunden.

Nächstens machen wir Sommerpause. Vom 23. Juli bis 6. August 2018 bleibt die Werkstatt geschlossen und wir nehmen uns an unseren Vierbeinern ein Vorbild und versuchen, uns ebensogut zu entspannen: Entspannen...

Auch Ihnen eine gute Sommerzeit mit viel Entspannung,

Andreas Irniger und das Geigenbauteam Isler Irniger Sennhauser

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Isler Irniger Sennhauser
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Oktober 2017 - Herbstferien und neuer Mitarbeiter

Grüezi,

nun im Herbst angekommen, freuen wir uns über die Pracht der Natur, die an die Farbtöne der Geigen, Bratschen und Celli erinnert. Wir schauen auch erwartungsvoll in die neue Konzertsaison und freuen uns auf schöne Musik und wunderbare Klänge.

Pflegetipps für die Sicherheit Ihres Instruments 
Wenn sie diese Pflegetipps befolgen, dann tun Sie Ihrem Instrument einen grossen Gefallen. Spielt Ihr Kind, so empfehlen wir Ihnen, diese mit ihm durchzulesen. Bei Unklarheiten können Sie entweder die Musiklehrperson oder uns fragen (z.B.über unser Kontaktformular).

Link zu den Pflegetipps: geigenbaumeister.ch/pflegetipps

Herbstferien 
Unsere Werkstatt bleibt vom 10. Oktober 2017 bis zum 14. Oktober 2017 geschlossen. Ab dem 17. Oktober empfangen wir Sie wieder zu unseren normalen Öffnungszeiten. Für Notfälle hinterlassen Sie bitte eine Nachricht auf dem Telefonbeantworter 044 262 03 80.

Mitarbeiter  
Andreas Irniger, Micha Sennhauser, Annette Sachs und Monika Gapinska kennen Sie schon seit Jahren oder Jahrzehnten. Der neue Geigenbauer im Team heisst Lukas Käser. Sandra Lang ist Ihrem Herzen gefolgt und lebt jetzt in Turin.

Es gibt eine zunehmende Zahl von Fachleuten auf verschiedenen Spezialgebieten unseres Berufs. Bei Bedarf und nach Absprache mit der Kundschaft geben wir Arbeiten gezielt an die entsprechenden Fachleute weiter, z.B. grössere Bogenrestaurationen oder anspruchsvolle Expertisen. 

Mit musikalischen Herbstgrüssen, 

Micha Sennhauser und Andreas Irniger

Herbstgrüsse aus der Neustadt beim Klausbrunnen
Herbstgrüsse aus der Neustadt beim Klausbrunnen

 

April 2017 - Werkstatt-Einweihungsfest

veröffentlicht: 27.04.2019

Grüezi,

wie Sie per Briefpost erfahren haben, finden am nächsten Samstag, 1. April 2017 unsere Willkommensfeierlichkeiten statt. Dazu sind Sie herzlich eingeladen.

Folgendes möchten wir in diesem Schreiben ausleuchten:

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Willkommensfeierlichkeiten

Programm Willkommensfeierlichkeiten und
Werkstatt-Einweihung

Wann?

Samstag, 1. April 2017, von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Wo?

Schlossergasse 9, 8001 Zürich (Eingang durch das Gartentor)

Wer?

Sie und wir, das Team von Isler Irniger Sennhauser Geigenbaumeister AG: Rudolf Isler, Andreas Irniger, Micha D. Sennhauser, Annette Sachs, Sandra Lang, Monika Gapinska und Michael Logar

Wie?

Zu Fuss, mir dem Auto bis zum Parkhaus Promenade oder Obergericht, mit dem Tram bis zur Haltestelle Helmhaus.

Warum?

Weil wir mit Ihnen unsere Werkstatt einweihen und unsere neue Umgebung erkunden möchten

Genaueres?

Erfahren Sie im Einladungsbrief und in unserem Newsletter

Anmeldung?

Hier (Formular ausfüllen) oder per Telefon

August 2015 - Zur Pensionierung: Brief von Rudolf Isler

Zur Pensionierung des Werkstatt-Gründers 

Als sich im Sommer 1990 die Möglichkeit ergab, eine Werkstatt am Hirschengraben einzurichten, packte ich diese Chance. Natürlich dachte ich damals noch nicht daran, dass ich einmal einen Schritt zurücktreten werde. Jetzt aber ist es soweit!

Im Laufe des letzten Jahres schaute ich 'das ganze Werk' aus einer gewissen Distanz an und stellte erfreut fest, dass

  • meine beiden Partner Andreas Irniger und Micha Sennhauser die Werkstatt mit grösstem Engagement und viel Herzblut führen.
  • sie dieselben Ziele verfolgen: erstklassige Arbeit sowie Transparenz in geschäftlichen Abläufen. Kundinnen und Kunden schätzen diese Offenheit genauso wie unsere Mitarbeitenden.
  • ihnen die langfristige Zufriedenheit der Kundschaft mehr wert ist als kurzfristiger Gewinn.

Zusammengefasst in wenigen Worten: es geht ganz gut auch ohne mich!

Ich kann das zum Glück mit leichtem Herzen so formulieren und darum auch ganz leicht einen grossen Schritt zurücktreten.

Sie werden mich also in Zukunft nur noch selten in den schönen Räumen antreffen. Vielleicht spielend auf einer Viola da Gamba. Vielleicht beratend, wenn es um Restaurationen oder Klangeinstellungen an Barockinstrumenten geht. Oder wenn eine interne Sitzung mit Partnern und MitarbeiterInnen stattfindet. Oder vielleicht als Nothelfer, wenn alle Mitarbeitenden in einer Orchesterprobe engagiert sind. Gut möglich, dass ich auch sonst einfach mal Lust auf einen Besuch in der Werkstatt habe.

Ein Besuchstermin steht jedenfalls schon fest:

es ist die Feier des 25-jährigen Bestehens der Werkstatt am Samstag/Sonntag 14./15. November 2015. (Tage der offenen Türen mit Konzert am Samstagabend.) Hoffentlich sind sie dann mit dabei!

Ich bedanke mich sehr herzlich bei Ihnen, liebe Kundinnen und Kunden, liebe Freundinnen und Freunde, dass Sie mir und der Werkstatt 25 Jahre die Treue hielten.

Das ganze Team freut sich, wenn uns Ihre Treue erhalten bleibt, denn: ohne Sie geht es nicht!


Ihr Rudolf Isler
RI Gambe

Gerne können Sie diesen Brief weiterleiten.

Regelmässige Informationen aus der Werkstatt können gratis auf unserer Website abonniert werden.

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Isler Irniger Sennhauser
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Mai 2015 - Tage Alter Musik Regensburg und neue Instrumente und Bogen im Angebot

Grüezi, 

nach einer längeren Pause erscheint endlich wieder unser Newsletter. Sie entdecken schöne Instrumente und Bögen, die wir auf unserer Website präsentieren. Zudem erzählen wir Ihnen von unserem Besuch in Regensburg (Bayern).

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Wissen Sie noch nicht, wo Sie die Pfingsttage verbringen werden? Für sehr Kurzentschlossene bieten wir Ihnen folgendes Festival an:

Aus dem Prospekt: "zum 31. Mal finden die TAGE ALTER MUSIK REGENSBURG am Pfingstwochenende vom 22. bis 25. Mai 2015 statt. Wir hoffen, dass wir für Sie wieder attraktive und interessante Konzerte zusammengestellt haben..." 

Wir werden mit einem Stand präsent sein und einige unserer Instrumente (z.B. Abel, Sennhauser oder Isler) und Bögen an der Instrumentenausstellung vorstellen (wie schon seit einigen Jahren) 

"aus dem Prospekt": "Im Rahmen der Tage Alter Musik Regensburg findet vom 23. bis 25. Mai 2015 im historischen Salzstadel an der Steinernen Brücke auf einer Ausstellungsfläche von über 1000 m² eine große internationale Verkaufsausstellung von Nachbauten historischer Musikinstrumente, Noten, Büchern und CDs statt."

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Regensburg. Falls Sie nicht kommen können, leiten Sie bitte diesen Newsletter Ihren deutschen und bayrischen Freunden und Bekannten weiter.

Instrumente und Bögen neu in unserer Galerie

Barockinstrumente

Eine sehr interessante Barockgeige von Rudolf Abel

Eine neu-gebaute Barockgeige Modell Stainer (2014) von Micha Sennhauser

Eine neu-gebaute Barockgeige Modell Gagliano (2014) von Micha Sennhauser

Eine schöne Barockbratsche von Johannes Georg Thir aus dem 18. Jahrhundert 

Modern-eingerichtete Instrumente

Eine französische Meistergeige mit Etikette ALDRIC

Eine französische Meistergeige von Gustave Bernardel, Paris 1899

Eine französische Meistergeige von Paul Lorange, Lyon 1902

Eine sehr schöne Geige von Sebastian Kloz, Mittenwald 18. Jahrhundert

Moderne Bögen

Französischer Cellobogen, gebaut von Charles Nicolas Bazin mit einem Stempel Vigneron

Sehr schöner französischer Geigenbogen von Simon FR in Paris gebaut

Deutscher Geigenbogen, gebaut von Ludwig Bausch jun. ca 1870

Schweizer Geigenbogen, gebaut von Siegfried Finkel in Schwanden b. Brienz

Cellobogen von Hill mit Stempel W.E.HILL&SONS aus dem Jahre 1978

Französischer Geigenbogen von Morizot Père mit Stempel LABERTE

Französischer Violabogen, gebaut von Ouchard Père in Paris

Französischer Geigenbogen, gebaut in der Werkstatt Peccatte in Paris in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Silbermontierter Cellobogen von Heinrich Richard Pfretzschner

Sehr schöner Geigenbogen mit Stempel Silvestre&Maucotel, von H.R. Pfretzschner Wilhelmj-Modell

Deutscher Geigenbogen, gebaut von H.R.Pfretzschner - Modell Wilhelmj

Zeitgenössischer Cellobogen von Risto Wainio, gebaut in Helsinki (Finnland)

 

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Micha Sennhauser und Andreas Irniger

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Dezember 2014 - Trockenheit im Winter und neue Geigenbauerin

Grüezi,

Die schöne Adventszeit hat begonnen. Wir freuen uns über die leuchtende Stadt und hoffen
auf "Weisse Weihnachten" mit zauberhaften Weihnachtsklängen.

Drei Themen und einen Fotogruss aus England von Rebekka Moos können Sie in diesem
Newsletter entdecken.

Trockenheit: ein Übel für Instrument und Spieler. Mit der kalten Jahreszeit und der damit
verbundenen trockenen Luft in geheizten Innenräumen, steigt wieder die Gefahr für Ihr
Instrument. Trockenheitsrisse, Probleme mit der Ansprache, knackende Wirbel entwickeln
sich parallel zu trockenen Schleimhäuten bei Musikern und Musikerinnen. Zwei Strategien
können angewendet werden, um das Instrument zu schützen. Erfahren Sie welche auf unserer
Website (unter Wissen).

Sandra Lang arbeitet seit dem Sommer bei uns. Die gelernte Geigenbauerin bringt ein Stück
Cremona und mit der Weiterbildung zum Bogenbau und -restauration eine neue Fertigkeit in
unsere Werkstatt. Ihr Werdegang in Kürze: Ausbildung in Cremona zur Geigenbauerin,
Weiterbildungen für den Bau und die Restauration von Bögen, Erfahrung als Bogenbauerin in
Brüssel und Studium an der ZhdK. Den vollständigen Lebenslauf finden Sie auf unserer
Website.

 

Weihnachtsgruss von Rebekka Moos
Weihnachtsbaum in Geige
Ein süsser kleiner Weihnachtsbaum in der Geigenlandschaft...

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Micha Sennhauser und Andreas Irniger

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Trockenheit im Winter - 2 Strategien

Trockenheit im Winter – 2 Strategien, Ihr Instrument optimal zu schützen

In diesem kurzen Artikel entdecken Sie, wie Sie Ihr Streichinstrument im Winter vor Trockenheitsrissen, Ansprachschwierigkeiten, knackenden Wirbeln und weiteren Problemen schützen. Diese Massnahmen sehr wichtig für die Spiel- und Klangeigenschaften und weil Instrumenten-Versicherungen diese Art von Schäden nicht decken (unsachgemässe Lagerung).

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November 2014: Geigenbau-Ausstellung in Bern

 Grüezi,

in diesem winterlichen Herbst erhalten Sie einen kurzen Newsletter, der gleichzeitig eine Einladung ist. Vom Donnerstag, 13. November bis zum Sonntag, 16. November findet die Ausstellung für zeitgenössischen Geigenbau "Strings Attached" in Bern statt. Micha Sennhauser vertritt unsere Werkstatt in Bern. Weiteres zu den Instrumenten finden Sie unten.

STRINGS ATTACHED 2014 / Schweizer Geigenbauer und Bogenmacher - mit geeinter Kraft für die Förderung ihrer Kunst

Nach der erfolgreichen Premiere von „Strings Attached“ im November 2012, organisiert der Schweizer Verband der Geigenbauer und Bogenmacher (SVGB) vom 13. bis 16. November in Bern eine neue Ausstellung. Sie soll den Raum für die Interaktivität zwischen Geigenbauern und Publikum sowie den Kontakt unter Geigenbau-Kollegen erweitern und vertiefen. Die Anregung zum gedanklichen Austausch und zu positiver Kritik von Seiten der beteiligten Musiker soll die zunehmend wohlwollende Wahrnehmung von neu gebauten Schweizer Meisterinstrumenten weiter fördern.

Première für zwei Barockgeigen von Micha Sennhauser

Die Ausstellung beginnt am Donnerstag Abend mit der Vernissage. Für die zwei Barockgeigen von Micha Sennhauser ist es auch eine echte Vernissage, denn beide Instrumente wurden in den letzten Wochen fertiggestellt und werden nun zum ersten Mal öffentlich vorgestellt. Wir laden Sie ein, sich selbst ein Bild vom zeitgenössischen Geigenbau zu machen und die Ausstellung in Bern zu besuchen. Das genaue Programm finden Sie auf www.stringsattached-bern.ch. Höhepunkte im Programm sind das Klangpodium am Freitagabend um 19.00 Uhr und das Konzert auf Instrumenten der Ausstellung am Samstag um 17.00 Uhr.

stainer

Barockgeige nach einem Modell (1668) von Jakobus Stainer (1621-1680). Das typische Stainer-Klangerlebnis wurde durch das Forschen an Originalinstrumenten und das Studium von Material, Form und Physik erreicht.

 

gagliano

Barockgeige, inspiriert von der Gagliano-Geigenbauerdynastie aus Neapel. Dieses Instrument erlaubt ein Klang- und Spielerlebnis, das typisch ist für das spätere Barockspiel (bis in die Klassik).

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Mit vielen Grüssen aus der Werkstatt in Zürich mit Ausblick auf den wunderbar gelb-leuchtenden Gingkobaum!

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Herbst 2014: Reisebestimmungen

Über das Reisen mit dem Instrument, besonders in die USA

Seit Anfang 2014 werden geschützte Tier- und Pflanzenarten strenger reguliert. Dass die vom Aussterben bedrohte Tier- und Plfanzenarten besser geschützt werden, begrüssen wir sehr. Für Reisen in die USA gilt ein sehr striktes Regime, besonders für Elfenbein, Schildpatt und Fischbein. Jegliche Bestandteile aus diesen Materialien, können am Zoll von der "Fish an Wildlife Agency" konfisziert und zertstört werden. Aus diesem Grund raten wir generell, nur Bögen mit Silberkopfplatten, Silberbewicklung und Holzfrosch nach Amerika mit zu nehmen. Für die grenzübergreifende Reise in andere Länder wird neu vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und CITES ein Musikinstrumentenpass ausgestellt, dieser kostet 50.- Franken und ist drei Jahre gültig. Die genauen Informationen zu diesem Thema finden Sie auf unserer Website.

News aus den letzten Newsletter

Leider haben einige von Ihnen unsere letzten zwei Newsletter nicht, oder nicht korrekt erhalten. Bitte entschuldigen Sie, wenn Sie wegen unseres "Systemfehlers" nicht korrekt informiert wurden. Im Juli haben wir Ihnen zwei Ferienlektürentipps gegeben (u.A. Das Buch "Stainers letzt Geige" ... vielleicht für die Herbstferien?) und im August erhielten Sie die Nachricht, dass uns Rebekka Moos verlassen hat, um Ihre neue Stelle in England anzutreten, sowie wertvolle Tipps für die Pflege Ihres Streichinstruments.

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Andreas Irniger und Micha Sennhauser

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CITES Musikinstrumentenpass - Reisen mit dem Instrument

Internationale Reisen mit Instrument und Bogen

iis bedroht

Aktuelle Entwicklung (2014)

Anfang 2014 ist das Washingtoner Artenschutzabkommen, auch CITES genannt (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) in Kraft getreten. Viele Instrumente und Bögen enthalten Materialien, die von diesem Abkommen betroffen sind. Aus diesem Grund müssen beim Grenzübertritt mit Instrumenten und Bögen gewisse Regeln befolgt werden.

Elfenbein, Fischbein, Schildpatt und Rosenholz stammen von geschützten Tieren und Pflanzen. Diese Materialien wurden manchmal bei der Herstellung folgender Teile verwendet: Wirbel, Saitenhalter, Bogenkopfplatte, Bogenfrosch, Bogenbewicklung, Beinchen und Verzierungen an Instrument und Bogen.

Vorgehen

Um im Zweifelsfall abzuklären, ob keine Bestandteile Ihres Instruments oder Ihres Bogens von den Bestimmungen des Abkommens betroffen sind, wenden Sie sich an Ihren Geigenbauer.

Fall keine Teile aus Materialien von geschützten Arten vorhanden sind, kann er Ihnen das schriftlich bestätigen und somit allfällige Unklarheiten ausräumen.

Wenn Teile Ihres Instruments oder Bogens aus Elfenbein, Fischbein, Schildpatt oder Rosenholz sind, brauchen Sie für Grenzübertritte einen CITES-Musikinstrumentenpass.

Der CITES Musikinstrumentenpass

Um den grenzübergreifenden Verkehr zu ermöglichen, wurde von CITES der Musikinstrumentenpass (Musical instrument certificate) geschaffen. Dieser wird in der Schweiz vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) ausgestellt. Der CITES Musikinstrumentenpass ist persönlich und kann gleichzeitig für Bogen und Geige ausgestellt werden. Er kostet 50 Franken und hat eine Gültigkeitsdauer von 3 Jahren. Leider ist der CITES Musikinstrumentenpass für Reisen in die USA nicht ausreichend. Weiter Informationen finden Sie unten unter „Links“.

Vorsicht beim Reisen in die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) 

Für Reisen in die USA empfehlen wir generell, keine Instrumente oder Bögen mit Bestandteilen aus Elfenbein, Schildpatt oder Fischbein mitzunehmen. Nicht verboten, aber wegen der Verwechlungsgefahr problematisch sind weisse Kopfplatten aus Knochen, Mammutelfenbein oder Kunststoff und Bewicklungen aus Fischbeinimitat. Achtung: Wir können nicht garantieren, dass eine Bestätigung vom Geigenbauer vom US-Zollamt akzeptiert wird. Eine gute Alternative sind zum Beispiel unsere ARCUS Bögen.

Zitat aus einer Antwort vom BLV am 25. September 2014: "Die Einfuhr von Elfenbein in die USA wurde dort grundsätzlich verboten. Es handelt sich um Einfuhrbestimmungen, welche von CITES nicht beeinflusst werden (jedes Land kann strengere Einfuhrbestimmungen als die CITES-Bestimmungen beschliessen). Wir empfehlen daher, persönliche Instrumente auch mit Instrumentenpass nicht in die USA einzuführen."

Links zum Thema

Antrag für den Bezug eines CITES Instrumentenpasses beim BLV (Dateidownload)

Anleitung für den Bezug eines CITES Instrumentenpasses (Musical instrument certificate)Anleitung für den Bezug eines CITES Instrumentenpasses (Musical instrument certificate)

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV - Information Instrumentenpass

Medienmitteilung BLV: Neues Gesetz zum Schutz bedrohter Pflanzen- und Tierarten BGCITES

Verordnung des EDI über die Kontrolle des Verkehrs mit Tieren und Pflanzen geschützter Arten (CITES-Kontrollverordnung) mit Liste der anzumeldenden Exemplare

August 2014: Pflegetipps und Abschied

 

Grüezi,

der ***Sommer*** ist noch da und das neue Schuljahr hat begonnen. Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene konnten dieses Jahr Ihren Traum erfüllen: sie lernen ein Streichinstrument spielen. Willkommen bei den Streichern! Wir freuen uns auf eine klangvolle Welt. - Für die sichere Handhabung Ihres Instruments haben wir Ihnen auf unserer Website 10 wichtige Pflegetipps für die Geige, die Bratsche und das Cello zusammengestellt. - Zuerst entdecken Sie hier, von wem wir uns in diesen Tagen verabschieden werden.

Rebekka Moos geht nach England!

rebekka moos

"Danke Rebekka, du warst in den vergangenen 6 Jahren eine grosse Bereicherung für unsere Werkstatt. Nach der Lehre in Mittenwald hast du in der Werkstatt in Glarus bei Rudolf Isler angefangen zu arbeiten. Über die Jahre verlagerte sich deine Tätigkeit immer mehr in die Zürcher Werkstatt. In dieser Zeit, in der Du auch von der Gesellin zur Meisterin wurdest, hast Du uns viel gegeben. Wir wünschen Dir für deine Zukunft am neuen Arbeitsort alles Gute!"

Bis Ende August finden Sie über diesen Link den Lebenslauf von Rebekka Moos. Im nächsten Newsletter werden wir Ihnen unsere neue Mitarbeiterin vorstellen...

10 kurze Pflegetipps für Streichinstrumente (speziell für unsere Mieter, aber nicht nur für sie…) finden Sie hier, auf unserer Website. 

 

So schützt man das Kolophonium mit dem Daument

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10 kurze Pflegetipps für Streichinstrumente

10 kurze Pflegetipps für Streichinstrumente

Diese Pflegetipps können Sie hier auch als PDF öffnen oder herunterladen. Sie können diesen dann ausdrucken und weitergeben. Um regelmässig den Newsletter mit Informationen wie diese zu erhalten, abonnieren Sie ihn hier.

 

 

1.      Instrument versorgen: Wenn das Instrument nicht gebraucht wird, muss es im Etui oder in der Hülle versorgt werden (Cello ev. auf dem Ständer). So ist es am besten geschützt. Lagerung: Liegend, an einem schattigen Ort, geschützt vor Durchzug und Unfallgefahren, nicht bei der Heizung. Optimal ist ein temperierter Raum mit einer Luftfeuchtigkeit von 40-60%.

2.      Kleber und Sticker können auf das Griffbrett geklebt werden. Sticker auf dem Lack sind tabu.

3.      Reinigung des Instruments durch sanftes Abwischen mit einem weichen, trockenen Tuch. Bitte NIE mit sogenannten Instrumentenpolituren, denn diese beschädigen Lack und Instrument.

4.      Bogen immer abspannen nach dem Spielen, so verlieren weder Stange noch Haare ihre Elastizität.

5.      Bogenhaare nicht berühren, das Kolophonium haftet sonst nicht mehr richtig.

6.      Wenig Kolophonium: Es genügt, alle 3 Spielstunden ein wenig Kolophonium aufzutragen. Zu viel Kolophonium an den Haaren führt zu einem „kratzigen“ Klang.

7.      Kolophonium auftragen: wenn der Daumen als Puffer dient (s. Foto oben), splittert es viel weniger ab und hält somit länger.

8.      Schulterstütze vorsichtig montieren und nach dem Spielen wieder abnehmen. Wenn ein Gummischutz beschädigt ist oder fehlt, darf die Stütze nicht mehr auf das Instrument montiert werden, sondern muss zur Reparatur zum Geigenbauer gebracht werden.

9.      Zubehör gehört immer wieder ins Etui damit es nicht verloren geht.
Checkliste: Instrument, Bogen, Schulterstütze bzw. Parkettschoner, Kolophonium, Schutzdecke (bei Geigen).

10.  Etui: den Reissverschluss vor dem Aufklappen immer ganz nach hinten ziehen, sonst geht er schnell kaputt. Allfällige Notentaschen nicht überfüllen (auch wegen des Gewichts).

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Diese Tipps als PDF-Datei zum Ausdrucken finden Sie hier.

Daumenpuffer web

 

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Sommer 2014 - Ferienlektüre (Auszüge aus dem Sommernewsletter)

Sommerlektüre 1: Bernd Müsing, Erfinder und Inhaber von ARCUS hat einen Artikel geschrieben über Bögen und Saiten. Dies erhalten Sie auch als Nachtrag zu unseren Bogen- und Arcustagen im Frühling. Artikel: Was stimmt bloß nicht mit den klassischen Bögen?

Sommerlektüre 2: An den Tagen Alter Musik Regensburg über die Pfingsttage, wo wir seit Jahren mit einem Stand dabei sind, haben wir folgendes Buch entdeckt: Stainers letzte Geige: Ein historischer Roman über den Geigenbauer Jakob Stainer (1619-1683) mit kriminalistischer Komponente in der Gegenwart.

Ich (Micha Sennhauser) habe schon vor meinen Ferien damit begonnen, dieses Buch zu lesen und freue mich nun richtig darauf, in Südfrankreich in den Roman zu "tauchen".

Bestellen Sie dieses Buch über den folgenden Link als Taschenbuch oder als Ebook und teilen Sie uns Ihre Meinung darüber mit.  

Stainers letzte Geige: Ein historischer Roman über den Geigenbauer Jakob Stainer (1619-1683) mit kriminalistischer Komponente in der Gegenwart

 

Sommer 2013 - von Nah und Fern

Sommer 2013 - von Nah und Fern

Der Sommer ist angekommen! In diesem Newsletter lesen Sie über Mietinstrumente. Sie erfahren auch, wo sie unsere Handwerker und Handwerkerinnen diesen Sommer treffen können und erhalten am Ende einen Rabatt für die Musikfestwoche Meiringen und einen wertvollen Tipp.

Mietinstrumente

Wenn Sie nach den Sommerferien für Ihr Kind ein Mietinstrument brauchen, können Sie es auch schon jetzt reservieren. Es lohnt sich, denn die Auswahl ist jetzt am grössten. Wir achten bei der Auswahl der Instrumentengrösse und des Zubehörs (wie z.B. Schulterstütze) nicht nur auf die Armlänge, sondern auf den gesamten Körperbau des Kindes, sowie auf die Wünsche der Lehrer und Lehrerinnen.

Haben Sie an alles gedacht, bevor Sie uns Ihr Miet-Instrument bringen, um es gegen das Nächstgrössere zu tauschen? Im Etui sollten sich neben dem Instrument und dem Bogen noch die Schulterstütze, ein Kolophonium und die Schutzdecke fürs Instrument befinden. Kleberli auf dem Griffbrett oder auf dem Bogen können Sie ruhig dran lassen, wir werden sie fachgerecht entfernen, bevor das Instrument zum nächsten Spieler oder zur nächsten Spielerin geht. Ein Anruf bevor Sie kommen erleichtert uns die Planung und ermöglicht Ihnen eine Vorzugsbehandlung. Falls Sie kein Instrument mehr brauchen, achten Sie auf die 30-tägige Kündigungsfrist (ein Anruf oder Email genügt).

Geschenk

Möchten Sie Ihrem Kind oder Partner ein Sommergeschenk (z.B. zur bestandenen Prüfung) machen, so denken Sie an unsere grosszügige Mietanrechnung von 18 Monaten beim Kauf irgendeines Instruments aus unserer Werkstatt (abz. 5% p/a Kapitalzins auf den Wert der Mietsache)

Nachrichten aus der Werkstatt

Rebekka Moos ist zurzeit in England, wo Sie Ihre Englischkenntnisse verbessert. Wir freuen uns schon auf Ihre Rückkehr!

Dominik Meyer, unser jüngster Mitarbeiter, wird im Rahmen der Musikfestwoche Meiringen zum Thema Kreislauf an der offenen Werkstatt "Meister – Lernende – Gesellen – Meister …" an seiner neusten Geige arbeiten. Besuchen Sie ihn in der Geigenbauschule Brienz vom 8. bis 12. Juli 2013. Das Programm entdecken Sie auf www.musikfestwoche-meiringen.ch .

Rudolf Isler wird im Rahmen der Musikfestwoche Meiringen einen Vortrag halten. Thema:  Barock-Modern-Barock, Geigengeschichten im Laufe der Zeit. Freitag, 12. Juli 15.30 an der Geigenbauschule Brienz

Sommerferien: vom 28. Juli bis zum 12. August 2013 bleibt das Geschäft geschlossen.

Als kleines Dankeschön für unsere KundInnen und LeserInnen profitieren Sie von 10% Rabatt für Konzertkarten der Musikfestwoche Meiringen. Um von dieser Aktion zu profitieren, bestellen Sie diese bitte bis 16.00 Uhr des Vortags über unsere Email Adresse ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ).  Bezahlen und abholen können Sie die Karten dann an der Abendkasse. Das Programm finden Sie  auf der Website der Musikfestwoche Meiringen (folgende Anlässe sind ausverkauft:  Alb-Chehr, Tango - für das Eröffnungskonzert sind nur noch unnummerrierte Plätze erhältlich)

TIPP: Bringen Sie Ihr Instrument für die jährliche Revision zum Geigenbauer. Sie können dann sorglos in die Ferien reisen und danach wieder fröhlich musizieren! 

Wir wünschen Ihnen einen guten Sommeranfang und hoffen, Sie bald wieder in unserer Werkstatt zu treffen!

 Micha Sennhauser, Andreas Irniger und Rudolf Isler

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Dies ist der Newsletter von Isler Irniger Sennhauser Geigenbaumeister AG, Hirschengraben 22, 8001 Zürich 044 262 03 80. Sie dürfen ihn gerne weiterleiten oder Ihren Freunden geben. Auf unserer Website www.geigenbaumeister.ch finden Sie weitere Informationen über unsere Öffnungszeiten und zu unserem Angebot.

Kolophonium: Wie wird es angewendet und wann sollte es ersetzt werden?

Kolophonium: Wie wird es angewendet und wann sollte es ersetzt werden? Drucken E-Mail

(aus dem Newsletter Nr. 1, April 2009)

Das Bogenharz, Kolophonium genannt, sollte sparsam verwendet werden, damit sich keine dicke Schicht auf den Bogenhaaren bildet. Diese Schicht kann wie Seife wirken oder einen rauhen Klang erzeugen beim Streichen. Übrigens: Kolophonium verliert mit dem Alter an Qualität. Wir empfehlen, dunkles Kolophonium spätestens nach 3, helles nach 5 Jahren Gebrauch zu ersetzen. Nicht selten müssen Bogenhaare erneuert werden, weil altes, verklebtes oder staubendes Kolophonium störende Nebengeräusche beim Spielen erzeugt oder die Ansprache negativ beeinflusst. Es gibt die verschiedensten Sorten. Lassen Sie sich beraten. Der Preis eines guten Kolophoniums von ca. 10 bis 30 Franken lohnt sich!

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Larica Kolophonium (früher Liebenzeller)

Ein Kolophonium, das seine positiven Eigenschaften unserer Erfahrung nach sehr lange behält, ist das Liebenzeller Metallkolophonium, das nicht mehr produziert wird. Das Nachfolgeprodukt wird jetzt in der Schweiz nach dem bewährten Originalrezept hergestellt. Es heisst Larica und ist seit Mitte April 2009 bei uns lieferbar.

Schwache und dumpfe Saiten

(aus dem Newsletter Nr. 2, Dezember 2009) 

Mein Instrument klingt auf einer Saite zu schwach. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Ja, eine dickere Saite erzeugt mehr Spannung und gibt einen kräftigeren Klang. Die meisten Saiten sind in verschiedenen Stärken lieferbar.

Mein Instrument klingt auf einer Saite zu dumpf. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Ja, eine dünnere Saite schwingt leichter, freier und erzeugt durch die grössere Beweglichkeit mehr Obertöne.

Meine Geige klingt auf der D-Saite zu dumpf und zu schwach. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Einen stärkeren Klang erreicht man mit einer höheren Saitenspannung. Mehr Spannung erreicht man mit einer schwereren Saite. Also eine dickere Saite? Nein, eine dickere Saite klingt eher dumpfer. Dünner aber schwerer müsste die Saite sein! Die Lösung: eine D-Saite mit reiner Silberumwicklung (Pirastro Oliv Silber, Pirastro Passione) ist dünn und flexibel, erzeugt aber dank des hohen Gewichts der Silberumwicklung eine starke Spannung. Eine flexible D-Saite wirkt sich auch auf den Klang der anderen drei Saiten positiv aus, weil die Obertöne frei mitschwingen können. Deshalb wird bei den modernen Kunststoffsaiten häufig im Standardsatz eine Silber umwickelte D-Saite verwendet.

Gerne beraten wir Sie bei Fragen zu Saiten. Wenn ein optimierter Saitensatz nicht zum gewünschten klanglichen Resultat führt, kann eine Klangeinstellung am Instrument nötig sein. Auch dafür sind Sie bei uns am richtigen Ort

September 2010 - Fünfsaitiges Solocello oder Violoncello Piccolo mit Geschichte

Ein 5-saitiges Cello mit Geschichte ( Violoncello Piccolo)

hoyer5dDas 5-saitige Solocello

(aus "Was Sie schon immer über die Barockgeige die Barockbratsche und das Barockcello wissen wollten"(ganzer Vortrag) von R. Isler, 2008)

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden Solostücke für ein etwas verkleinertes Cello komponiert, das oben mit einer 5. Saite, gestimmt auf d oder e ausgerüstet war. J.S. Bach schrieb seine 6. Cellosuite für dieses Instrument. Da aber schon bald der Daumenaufsatz erfunden wurde, welcher es erlaubte, auf der A – Saite bisher unbekannte hohe Lagen zu erreichen, hatte dieses Instrument eine kurze Blütezeit. Erst in den letzten Jahrzehnten erlebt dieses klanglich äusserst reizvolle Instrument eine Renaissance. Sie können es gerne in unserer Werkstatt probieren. (Insider-Tipp: die Arpeggione–Sonate von Schubert lässt sich darauf wunderbar spielen!)


Als Highlight dieses Newsletters stellen wir Ihnen ein 5-Saitiges Cello mit einer kleinen Geschichte vor. Es handelt sich um ein Cello mit Zettel Andreas Hoyer Violinmacher in Klingenthal. 1744 (weiteres zu Andreas Hoyer hier). Dieses klanglich hervorragende Instrument haben wir vor einigen Jahren restauriert. Ein interessantes Detail ist der von Hand mit Tusche geschriebene Zettel, auf dem die folgende "Geschichte" steht:

"Dieses Violoncell, in gänzlich unbrauchbarem Zustand 1867 in der obern Kapelle des ehemals landenbergischen Schlosses Hegi (samt einer Geige mit dem Namen des Nicolaus Amatus) von mir aufgefunden, durch meinen Bruder Heinrich dort für mich erworben und abgeholt und bisher im Kloster zu Stein aufbewahrt, wird hiemit vererbt auf meinen lieben Schwiegersohn Erwin Heman, dem es nach sachkundiger Herstellung noch viel Vergnügen und Genuss bereiten möge. Ferdinand Vetter, Vater und Grossvater, Bern und Stein a/Rh., Neujahr 1916/17."

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Ausstellung zeitgenössischer Streichinstrumente

Die zweite Ausstellung zeitgenössischer Streichinstrumente in Bern vom 22. und 23. Oktober 2010 hat der Schweizer Verband der Geigenbauer und Bogenmacher organisiert. Diesmal finden öffentliche Klangproben statt und zum Abschluss werden Studenten der International Menuhin Music Academy ein Konzert spielen. Rudolf Isler wird zwei Instrumente ausstellen: ein Barockcello und eine modern eingerichtete Violine (Opus 101), die Ende September fertig sein wird. (SVGB).

Tage der offenen Türen

Seit 20 Jahren besteht die Werkstatt in Zürich! Das Jubiläum feiern wir am Samstag 6. und Sonntag 7. November 2010. Weitere Informationen folgen per Post.

Mit freundlichen Grüssen.

Micha Sennhauser, Rudolf Isler, Andreas Irniger und Rebekka Moos.

Saitenklang: Schwach, dumpf oder beides? Eine Erklärung und mögliche Lösungen.

(aus dem Newsletter Nr. 2, Dezember 2009)

 

Mein Instrument klingt auf einer Saite zu schwach. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Ja, eine dickere Saite erzeugt mehr Spannung und gibt einen kräftigeren Klang. Die meisten Saiten sind in verschiedenen Stärken lieferbar.

 

Mein Instrument klingt auf einer Saite zu dumpf. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Ja, eine dünnere Saite schwingt leichter, freier und erzeugt durch die grössere Beweglichkeit mehr Obertöne.

 

Meine Geige klingt auf der D-Saite zu dumpf und zu schwach. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Einen stärkeren Klang erreicht man mit einer höheren Saitenspannung. Mehr Spannung erreicht man mit einer schwereren Saite. Also eine dickere Saite? Nein, eine dickere Saite klingt eher dumpfer. Dünner aber schwerer müsste die Saite sein! Die Lösung: eine D-Saite mit reiner Silberumwicklung (Pirastro Oliv Silber, Pirastro Passione) ist dünn und flexibel, erzeugt aber dank des hohen Gewichts der Silberumwicklung eine starke Spannung. Eine flexible D-Saite wirkt sich auch auf den Klang der anderen drei Saiten positiv aus, weil die Obertöne frei mitschwingen können. Deshalb wird bei den modernen Kunststoffsaiten häufig im Standardsatz eine Silber umwickelte D-Saite verwendet.

 

Gerne beraten wir Sie bei Fragen zu Saiten. Wenn ein optimierter Saitensatz nicht zum gewünschten klanglichen Resultat führt, kann eine Klangeinstellung am Instrument nötig sein. Auch dafür sind Sie bei uns am richtigen Ort!

Dezember 2009 - Neues Barockcello, Saiten und Geschenkgutscheine

Logo Isler + Irniger
 

Grüezi!

In diesem Newsletter der Geigenbauwerkstatt Isler + Irniger erfahren Sie etwas über den Bau des jüngsten Barockcellos von Rudolf Isler, und vielleicht können Sie Ihr Wissen über Saiten etwas erweitern. Am Ende erfahren Sie noch unsere Öffnungszeiten über die Festtage und wie Sie mit unserem Geschenkgutschein jemanden überraschen können.


 
 

Garimberti Modell - Rohbau

 

Ein Cello von Rudolf Isler entsteht

Als wir vor einigen Jahren ein Cello von Ferdinando Garimberti, Milano aus dem Jahr 1927 kaufen konnten, war meine Begeisterung dafür gross: das Modell sehr ausgewogen, elegant, der Klang stark und rund, nahe bei meinem Idealklang.

Ich suchte in meinem Holzlager eine sehr leichte Decke und einen gut geflammten Boden samt dazu passenden Zargen und Hals/Schnecke. Bei der Arbeit hat mir unsere Mitarbeiterin Rebekka Moos viel geholfen. Über einem extra angefertigten Formbrett wurde zuerst der Zargenkranz gebaut, danach der Hals mit Schnecke daran befestigt. Nun galt es, diesen Kranz auf das Boden- und das Deckenbrett zu übertragen. Bei den Wölbungen folgte ich nur teilweise dem Vorbild, da dieses allzu asymmetrisch geworden war im Laufe der Zeit. Der am Schluss eingepasste Bassbalken stammt aus dem Prättigau (Fideris) und ist „das schnellste“ Holz an diesem Instrument: es transportiert den Klang mit 6150 m/sek. in Längsrichtung!

Die Lackierung ist mit dem Pinsel in mehreren dünnen Schichten auf die zuvor eingeriebene Grundierung aus Eiweiss, Leinöl und Wasser (Eitempera) aufgetragen und sieht sehr gut aus.

Und das klangliche Resultat? Überzeugen sie sich selber bei einem Probespiel. Das Cello wurde einige Zeit ans Opernhaus vermietet (Orchester „La Scintilla“). Es ist deshalb gut eingespielt. (R.I.)

 
 
 

Unser Tipp: Häufige Fragen zu Saiten

Mein Instrument klingt auf einer Saite zu schwach. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Ja, eine dickere Saite erzeugt mehr Spannung und gibt einen kräftigeren Klang. Die meisten Saiten sind in verschiedenen Stärken lieferbar.

Mein Instrument klingt auf einer Saite zu dumpf. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Ja, eine dünnere Saite schwingt leichter, freier und erzeugt durch die grössere Beweglichkeit mehr Obertöne.

Meine Geige klingt auf der D-Saite zu dumpf und zu schwach. Kann ich das mit einer anderen Saite ausgleichen? - Einen stärkeren Klang erreicht man mit einer höheren Saitenspannung. Mehr Spannung erreicht man mit einer schwereren Saite. Also eine dickere Saite? Nein, eine dickere Saite klingt eher dumpfer. Dünner aber schwerer müsste die Saite sein! Die Lösung: eine D-Saite mit reiner Silberumwicklung (Pirastro Oliv Silber, Pirastro Passione) ist dünn und flexibel, erzeugt aber dank des hohen Gewichts der Silberumwicklung eine starke Spannung. Eine flexible D-Saite wirkt sich auch auf den Klang der anderen drei Saiten positiv aus, weil die Obertöne frei mitschwingen können. Deshalb wird bei den modernen Kunststoffsaiten häufig im Standardsatz eine Silber umwickelte D-Saite verwendet.

Gerne beraten wir Sie bei Fragen zu Saiten. Wenn ein optimierter Saitensatz nicht zum gewünschten klanglichen Resultat führt, kann eine Klangeinstellung am Instrument nötig sein. Auch dafür sind Sie bei uns am richtigen Ort!

 


Weihnachten ist schon bald!

Brauchen Sie noch eine gute Geschenkidee? Ein Gutschein von Isler + Irniger! Sie können den folgenden Link (Gutschein bestellen) anklicken oder Sie finden die Bestellseite unter unserer Intenetadresse www.isler-irniger.ch

Unsere Öffnungszeiten über die Festtage: Am 24. Dezember offen bis 16 Uhr, dann sind wir wieder ab Mittwoch, 6. Januar 2010 für Sie da.

Wir wünschen Ihnen im Namen der ganzen Werkstatt eine erfüllte Weihnachtszeit und ein gutes Neues Jahr!

Micha Sennhauser und Andreas Irniger

Hat Sie unser Newsletter interessiert? Gerne können Sie Ihn weiter empfehlen, abonnieren kann man ihn gratis auf unserer Website. Sie möchten keine weiteren Newsletter? Bitte hier klicken [unsubscribe link]

 

 
 
 
 

Isler + Irniger, Meisterwerkstatt für Geigenbau AG
Hirschengraben 22
8001 Zürich

http://www.isler-irniger.ch/

044 262 03 80
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 
 
 
 

April 2009 - Stainer und Kolofonium

Logo Isler + Irniger
   
  Grüezi!  
 

Sie lesen soeben den ersten Newsletter der Geigenbauwerkstatt Isler + Irniger. Eine kleine Sensation möchten wir Ihnen vorstellen und im zweiten Teil finden Sie einen Tipp im Umgang mit Streichinstrumenten.

 

 
 

Stainer Decke Stainer Boden Stainer Loewenkopf

 
 

 

Eine Geige von Jacobus Stainer

macht auf Ihrem bereits über 350 Jahre alten "Lebensweg" eine kleine Zwischenstation in unserer Werkstatt und sucht einen neuen Besitzer. Ihr Erbauer galt schon zu Lebzeiten als der beste Geigenbauer neben den Amati in Cremona. Diese Geige von sehr kleinem Format entstand 1658 vermutlich als violino piccolo. Die Piccolo-Violine wurde unter anderem im 1. Brandenburgischen Konzert und in einigen Kantaten von Johann Sebastian Bach verwendet und war eine Terz höher gestimmt wie eine "normale" Geige. Aber zurück zu "unserer" Geige. In der gegenwärtigen Einstellung, wie sie zu uns kam, ist sie in normaler Stimmung spielbar und macht auf den ersten Ton klar, warum Stainer zu den berühmtesten Geigenbauern zählt. Sie wurde vor etwa 30 Jahren in den barocken Originalzustand zurückgebaut. Ihr Löwenkopf stammt nicht von Stainer selber, passt aber von der Entstehungszeit um 1700 gut zum Instrument. Der Korpus ist ausserordentlich gut erhalten, ohne nennenswerte Risse. Wie ein Gemälde wirkt der wunderschöne Boden aus Vogelaugenahorn. Im Standardwerk über Jacob Stainer, dem Buch von Walter Senn und Karl Roy, ist dieses wunderschöne Instrument unter der Nummer A19 abgebildet. Ernsthafte Interessenten können sich gerne anmelden und dieses einzigartige Instrument bei uns ausprobieren.

 

Unser Tipp

Das Bogenharz, Kolophonium genannt, sollte sparsam verwendet werden, damit sich keine dicke Schicht auf den Bogenhaaren bildet. Diese Schicht kann wie Seife wirken oder einen rauhen Klang erzeugen beim Streichen. Übrigens: Kolophonium verliert mit dem Alter an Qualität. Wir empfehlen, dunkles Kolophonium spätestens nach 3, helles nach 5 Jahren Gebrauch zu ersetzen. Nicht selten müssen Bogenhaare erneuert werden, weil altes, verklebtes oder staubendes Kolophonium störende Nebengeräusche beim Spielen erzeugt oder die Ansprache negativ beeinflusst. Es gibt die verschiedensten Sorten. Lassen Sie sich beraten. Der Preis eines guten Kolophoniums von ca. 10 bis 30 Franken lohnt sich!

 

Larica

Larica Kolophonium (früher Liebenzeller)

Ein Kolophonium, das seine positiven Eigenschaften unserer Erfahrung nach sehr lange behält, ist das Liebenzeller Metallkolophonium, das nicht mehr produziert wird. Das Nachfolgeprodukt wird jetzt in der Schweiz nach dem bewährten Originalrezept hergestellt. Es heisst Larica und ist ab etwa Mitte April 2009 bei uns lieferbar.

 

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Wir wünschen Ihnen, auch im Namen der ganzen Werkstatt, frohe Ostern!

Andreas Irniger und Micha Sennhauser

 

 
     
 

Isler + Irniger, Meisterwerkstatt für Geigenbau AG
Hirschengraben 22
8001 Zürich

http://www.isler-irniger.ch/

 
   
 

Kolophonium: Wie wird es angewendet und wann sollte es ersetzt werden?

(aus dem Newsletter Nr. 1, April 2009) 

Das Bogenharz, Kolophonium genannt, sollte sparsam verwendet werden, damit sich keine dicke Schicht auf den Bogenhaaren bildet. Diese Schicht kann wie Seife wirken oder einen rauhen Klang erzeugen beim Streichen. Übrigens: Kolophonium verliert mit dem Alter an Qualität. Wir empfehlen, dunkles Kolophonium spätestens nach 3, helles nach 5 Jahren Gebrauch zu ersetzen. Nicht selten müssen Bogenhaare erneuert werden, weil altes, verklebtes oder staubendes Kolophonium störende Nebengeräusche beim Spielen erzeugt oder die Ansprache negativ beeinflusst. Es gibt die verschiedensten Sorten. Lassen Sie sich beraten. Der Preis eines guten Kolophoniums von ca. 10 bis 30 Franken lohnt sich!

 

Larica

Larica Kolophonium (früher Liebenzeller)

Ein Kolophonium, das seine positiven Eigenschaften unserer Erfahrung nach sehr lange behält, ist das Liebenzeller Metallkolophonium, das nicht mehr produziert wird. Das Nachfolgeprodukt wird jetzt in der Schweiz nach dem bewährten Originalrezept hergestellt. Es heisst Larica und ist seit Mitte April 2009 bei uns lieferbar.

Larica Kolophon

Das neue Larica Kolophon (Gold 1-4) ist eingetroffen.

Die Rezeptur vom Liebenzeller Kolophon wurde beibehalten. Andere Sorten dieses beliebten Kolophons haben wir noch an Lager.

Links

Musik

 
A la Q'Art - Streichquartett

Streichquartett A la Q'Art

   
Violinstudio Eva Trüeb Violinunterricht & Coaching, Kurse & Workshops
   
MKZ Musikschule Konservatorium Zürich - MKZ
ZHdK - Musik  Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik
   

 Produkte

 
 Arcus  Unsere Kohlefaser Bogen
 Larica  Larica Metall-Kolophonium nach Liebenzeller Originalrezept
   

Ihr Vorschlag für unsere Linksammlung:

Barockinstrumente - ganzer Vortrag

Was sie schon immer über die Barockgeige, die Barockbratsche und das Barockcello wissen wollten.

Wir steigen mit 5 oft zu hörenden Fragen und Antworten ins Thema ein:

- Ist die Barockgeige eine sog. Kurzhalsgeige? Nein.

            Kurzhalsgeige bezeichnet ein Volksmusikinstrument aus Südwestböhmen, auch          „Dudlgeige“ oder „Dudelsackgeige“ genannt.

- Erkennt man ein Barockinstrument an der hohen Wölbung? Nein.

            Es gab schon immer höher und weniger hoch gewölbte Instrumente.

- Waren die Hälse in flachem Winkel (zur Korpus-Achse) befestigt? Ja und Nein.

            Es kommen ganz flache, „normale“ und auch sehr steile Winkel vor.

- Haben Darmsaiten weniger Spannung? Nein.

            Darmsaiten können ohne weiteres die gleiche Spannung wie moderne Saiten haben.

 

- Sieht man auf den ersten Blick, ob es sich um ein Barockinstrument handelt?

           Mit etwas Übung schon!

Schauen wir uns nun die einzelnen Teile der Instrumente genauer an:

Das Griffbrett

ist deutlich kürzer. Es ist bei der Geige nur “zwei Oktaven lang“, weil die meisten Kompositionen des 16. und 17. Jhd. keine höheren Töne verlangten. Während ein modernes Griffbrett etwa 3 cm länger und aus massivem Ebenholz gemacht ist, kommen beim Griffbrett des 16.-18. Jahrhunderts ganz verschiedene Hölzer zur Anwendung. Der Kern ist häufig aus Fichte. Das hat zwei gute Gründe. Erstens war Fichte viel billiger und leichter zu beschaffen als Ebenholz und zweitens hat sie mit 6000 m/sek. die beste Schall-Leitfähigkeit. (im Vergleich dazu: Ebenholz 3200 m/sek.). Der weiche Kern wurde aus Gründen der Haltbarkeit mit einem ca. 1 mm dicken Furnier aus Ebenholz belegt. Das Furnier wird gebogen und hat die Tendenz, sich wieder zu strecken. Deshalb sind einige originale Griffbretter in der Querrichtung sehr flach geworden. Die beiden mittleren Saiten haben dadurch einen zu grossem Abstand vom Griffbrett, was vor allem in hohen Lagen die Spielbarkeit einschränkt. Eine gute, also der Rundung des Steges entsprechende Querwölbung, erleichtert den Spielenden „das Leben auf dem Griffbrett“ wesentlich. Schauen Sie selber genau hin und lassen Sie diesen Punkt im Zweifelsfall von uns kontrollieren!

Die Seitenkanten müssen aus Hartholz sein: Ebenholz, Birnbaum, Ahorn, Schlangenholz wird verwendet. Ein so konstruiertes Griffbrett begünstigt die Obertöne und den Nachhall und trägt dazu bei, den „Barockklang“ zu produzieren. Oft ist es oft mit kunstvollen Verzierungen versehen: kontrastierende Ränder, kunstvolle Muster aus verschiedensten Hölzern, Intarsien.

Unverständlich ist es, dass die im Laufe von Jahrhunderten verformten Originale auch heute noch sklavisch genau, mit allen Fehlern kopiert werden.

Der Hals

wurde stumpf auf die Oberzarge aufgeleimt. Als zusätzliche Sicherung wurden von innen 1 – 3 geschmiedete Nägel (beim Cello bis 5 Stück!) durch den Oberklotz hindurch in den Halsstock getrieben. Ab ca. 1800 wurde der „ moderne Hals“ praktisch immer mit einer Schwalbenschwanz-Verbindung in den Korpus eingesetzt und geleimt.

Der Halswinkel (zur Korpus-Achse)

variierte bis etwa zum Jahr 1800 stark. Aus den unveränderten Originalen lässt sich kein “Patentrezept“ ableiten, wie ein Barockhals proportioniert sein soll. Wir beraten Sie detailliert über die Konsequenzen der verschiedenen Möglichkeiten: je flacher der Halswinkel, desto keilförmiger das Griffbrett. Damit wird der Hals Richtung Korpus deutlich dicker. Das kann Spielerinnen und Spieler anfangs irritieren.

Der Bassbalken

war feiner und meistens weniger lang.

Der Saitenhalter

aus Hartholz wurde häufig auch furniert und gleich wie das Griffbrett verziert. Feinstimmer sind noch nicht erfunden – die Darmsaiten lassen sich gut mit den Wirbeln stimmen.

Der Stimmstock

ist ein 0,8 Gramm leichtes Fichten-Stäbchen, das zwischen Boden und Decke eingeklemmt wird. Er ist ein sensibles Steuerorgan für den Klang. In Italien heisst er Anima (Seele). Schon der Name sagt, um was es geht: ist nämlich die Seele aus dem Gleichgewicht geraten, ist der Klang gestört und damit sicher auch das seelische Gleichgewicht des Spielers oder der Spielerin. In dieser Situation folgen wir am besten Leopold Mozart’s Rat aus seiner Violinschule von 1756 :

Der Stimmstock muss nicht zu hoch aber auch nicht zu nieder seyn, und rechter Hand etwas weniges hinter dem Fuss des Sattels (=Steg) stehen. Es ist kein geringer Vortheil den Stimmstock gut zu setzen. Man muss ihn mit vieler Geduld öfters hin und her rücken; jedes Mal durch Abspielung verschiedener Töne auf jeder Seyte den Klang der Geige wohl untersuchen, und so lang auf diese Art fortfahren: bis man die Güte des Tones gefunden.

Vater Mozart wäre bestimmt mit mir einig, dass diese heikle Arbeit am besten von erfahrenen Fachleuten ausgeführt wird.

Der Steg des 16. - 18. Jhd.

existiert in einer Vielzahl von Modellen. Einige haben berühmte Namen, wie Guarneri, Tartini oder Banks. Jedes Modell hat seine eigene Klangcharakteristik

Fragen Sie uns, wenn Sie klangliche Wünsche haben und profitieren Sie von unserer Erfahrung.

Die Saiten

Wir haben einige der bekannten Marken am Lager. Am meisten Auswahl jedoch finden Sie im vollständigen Sortiment von Damian Dlugolecki, Stringmaker, das wir stets am Lager führen. Sie finden auch selten gebrauchte Saiten, wie z.B. Cello e (die 5.Saite). Alle Saiten sind aus Schafs- oder Rinderdarm gefertigt, die tieferen sind mit Draht umsponnen, meist versilberter Kupferdraht. Seit 27 Jahren machen wir sehr gute Erfahrungen, mit Klang und Haltbarkeit der Saiten von Damian. Die Zeiten, wo eine Violin-e-Saite lediglich eine Woche hielt, sind glücklicherweise vorbei: meist ersetzt man sie, weil sie nach Wochen und Monaten einfach abgespielt sind und nicht mehr optimal klingen. Wer unter feuchten Händen leidet, wählt die lackierten Saiten. Diese fransen viel weniger schnell aus.

Kinnhalter ?

Der Kinnhalter wurde erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden. Die meisten Musiker und Musikerinnen versuchen deshalb, ohne auszukommen.

Stachel ?

Ursprünglich steckte in den tiefen Instrumenten ein etwa 15 cm langer Stachel. Wir nennen diese Instrumente heute „Continuo-Cello“ oder „Basse de Violon“. Sie waren ca. 10 cm länger als unser heutiges Cello. Michael Praetorius bildet diesen Instrumenten-Typ ab (Syntagma Musicum 1619). Als dann aber in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts der Name „Violoncello“ erstmals auftaucht und dieses auf heutige Masse verkleinerte Instrument zu einer steilen solistischen Karriere ansetzte, waren sich die führenden Cellisten einig, dass der Stachel „beim Übersetzen hinderlich ist“ (Übersetzen = Lagenwechsel). Deshalb wurde er abgeschafft und erst im 19. Jahrhundert wieder eingeführt.

Das 5-saitige Solocello, (Cello Piccolo, Viola Pomposa und Viola da Spalla)

Unter diesen Begriffen tauchen ab 1667 verschiedene Instrumententypen in Cellogrösse auf. Auf Wikipedia findet sich eine Übersicht unter dem Stichwort Violoncello piccolo. Es gibt in dem Artikel div. Abbildungen und auch ein Klangbeispiel.

Die namhaften Barockcellisten Anner Bylsma, Pieter Wispelwey und Christophe Coin machten durch ihre Einspielungen der 6. Solosuite von J.S.Bach das auch in unserer Werkstatt zur Verfügung stehende 5-saitige Solocello bekannt. Es hat die Stimmung C-G-d-a-e1 und ist etwas kleiner mensuriert.

Da aber um 1750 der Daumenaufsatz erfunden wurde, welcher es erlaubte, auf der A-Saite bisher unbekannte hohe Lagen zu erreichen, hatte das 5-saitige Solocello nur eine kurze Blütezeit. Erst in den letzten Jahrzehnten des 20. Jhd. erlebte dieses klanglich äusserst reizvolle Instrument eine bemerkenswerte Renaissance.

Sie können es gerne in unserer Werkstatt ausprobieren und vielleicht entdecken Sie dabei, wie wunderbar leicht sich auch die Arpeggione–Sonate von Schubert darauf spielen lässt!

Der Bogen

für die Barockinstrumente unterscheidet sich deutlich vom modernen Bogen. Er ist meist aus Schlangenholz gefertigt, mit eleganter, langer Spitze, ohne äusserlich sichtbare Metallteile. Er ist deutlich leichter und oft kürzer als ein moderner Bogen. Da man weniger Gewicht hin und her bewegen muss, ist er „schneller“. Die feine Spitze erleichtert die „sprechende Artikulation“, wo einem aktiven Abstrich (Aktion) ein entspannter Aufstrich (Reaktion) folgt. Die uns vertraute Schraub-Mechanik am Frosch wurde erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts erfunden. Bei früheren Bögen wurden die Haare mit einem sog. Steckfrosch gespannt.

Die Stimmung

die Quinten-Stimmung war gleich wie heute, nur der Stimmton a1 variierte je nach Land und Stadt zwischen 392 hz und 465 hz, was etwa einem Ganzton entspricht!! Da die Instrumente stark auf die unterschiedlichen Saitenspannungen reagieren, ist auch diesem Umstand Rechnung zu tragen, indem stärkere oder schwächere Saiten montiert werden müssen.

Auch damit haben wir Erfahrung, mussten wir doch für eine Lully-Oper viele Instrument des Opernhauses umrüsten, damit sie optimal funktionierten bei der tiefen Stimmung.

Zusammenfassung

„Authentischer Klang“, „Original-Klang“, produziert auf „Barock-Instrumenten“ die wir heute spielen, sind Interpretationen unserer Zeit, die sich auf fundierte historische Quellen stützen.

Das Klangresultat kommt durch die Summe der oben beschriebenen baulichen Besonderheiten und natürlich auch wesentlich durch die „sprechende Artikulation“, die Spielweise, zu Stande. Unbestritten ist dabei, dass in barocker Weise gebaute Instrumente und Bogen den Spielenden die klangliche Annäherung an die historischen Texte erleichtern.

Zürich, im Oktober 2017                                                Rudolf Isler, Geigenbaumeister

Tipps

Sie erhalten jeweils einen wertvollen Tipp für die Pflege Ihres Instruments mit unserem Newsletter, den Sie hier gratis abonnieren können

Zusätzlich finden Sie das Buch "Pflegehinweise zum Erhalt Ihres Streichinstruments" vonSusanne Conradi bei uns für Fr. 16.50

Pflegehinweise

Was Sie schon immer über die Barockgeige wissen wollten

Was sie schon immer über die Barockgeige, die Barockbratsche und das Barockcello wissen wollten.

Wir steigen mit 5 oft zu hörenden Fragen und Antworten ins Thema ein:

- Ist die Barockgeige eine sog. Kurzhalsgeige? Nein.

            Kurzhalsgeige bezeichnet ein Volksmusikinstrument aus Südwestböhmen, auch          „Dudlgeige“ oder „Dudelsackgeige“ genannt.

- Erkennt man ein Barockinstrument an der hohen Wölbung? Nein.

            Es gab schon immer höher und weniger hoch gewölbte Instrumente.

- Waren die Hälse in flachem Winkel (zur Korpus-Achse) befestigt? Ja und Nein.

            Es kommen ganz flache, „normale“ und auch sehr steile Winkel vor.

- Haben Darmsaiten weniger Spannung? Nein.

            Darmsaiten können ohne weiteres die gleiche Spannung wie moderne Saiten haben.

 

- Sieht man auf den ersten Blick, ob es sich um ein Barockinstrument handelt?

           Mit etwas Übung schon!

Schauen wir uns nun die einzelnen Teile der Instrumente genauer an:

Das Griffbrett

ist deutlich kürzer. Es ist bei der Geige nur “zwei Oktaven lang“, weil die meisten Kompositionen des 16. und 17. Jhd. keine höheren Töne verlangten. Während ein modernes Griffbrett etwa 3 cm länger und aus massivem Ebenholz gemacht ist, kommen beim Griffbrett des 16.-18. Jahrhunderts ganz verschiedene Hölzer zur Anwendung. Der Kern ist häufig aus Fichte. Das hat zwei gute Gründe. Erstens war Fichte viel billiger und leichter zu beschaffen als Ebenholz und zweitens hat sie mit 6000 m/sek. die beste Schall-Leitfähigkeit. (im Vergleich dazu: Ebenholz 3200 m/sek.). Der weiche Kern wurde aus Gründen der Haltbarkeit mit einem ca. 1 mm dicken Furnier aus Ebenholz belegt. Das Furnier wird gebogen und hat die Tendenz, sich wieder zu strecken. Deshalb sind einige originale Griffbretter in der Querrichtung sehr flach geworden. Die beiden mittleren Saiten haben dadurch einen zu grossem Abstand vom Griffbrett, was vor allem in hohen Lagen die Spielbarkeit einschränkt. Eine gute, also der Rundung des Steges entsprechende Querwölbung, erleichtert den Spielenden „das Leben auf dem Griffbrett“ wesentlich. Schauen Sie selber genau hin und lassen Sie diesen Punkt im Zweifelsfall von uns kontrollieren!

Die Seitenkanten müssen aus Hartholz sein: Ebenholz, Birnbaum, Ahorn, Schlangenholz wird verwendet. Ein so konstruiertes Griffbrett begünstigt die Obertöne und den Nachhall und trägt dazu bei, den „Barockklang“ zu produzieren. Oft ist es oft mit kunstvollen Verzierungen versehen: kontrastierende Ränder, kunstvolle Muster aus verschiedensten Hölzern, Intarsien.

Unverständlich ist es, dass die im Laufe von Jahrhunderten verformten Originale auch heute noch sklavisch genau, mit allen Fehlern kopiert werden.

Der Hals

wurde stumpf auf die Oberzarge aufgeleimt. Als zusätzliche Sicherung wurden von innen 1 – 3 geschmiedete Nägel (beim Cello bis 5 Stück!) durch den Oberklotz hindurch in den Halsstock getrieben. Ab ca. 1800 wurde der „ moderne Hals“ praktisch immer mit einer Schwalbenschwanz-Verbindung in den Korpus eingesetzt und geleimt.

Der Halswinkel (zur Korpus-Achse)

variierte bis etwa zum Jahr 1800 stark. Aus den unveränderten Originalen lässt sich kein “Patentrezept“ ableiten, wie ein Barockhals proportioniert sein soll. Wir beraten Sie detailliert über die Konsequenzen der verschiedenen Möglichkeiten: je flacher der Halswinkel, desto keilförmiger das Griffbrett. Damit wird der Hals Richtung Korpus deutlich dicker. Das kann Spielerinnen und Spieler anfangs irritieren.

Der Bassbalken

war feiner und meistens weniger lang.

Der Saitenhalter

aus Hartholz wurde häufig auch furniert und gleich wie das Griffbrett verziert. Feinstimmer sind noch nicht erfunden – die Darmsaiten lassen sich gut mit den Wirbeln stimmen.

Der Stimmstock

ist ein 0,8 Gramm leichtes Fichten-Stäbchen, das zwischen Boden und Decke eingeklemmt wird. Er ist ein sensibles Steuerorgan für den Klang. In Italien heisst er Anima (Seele). Schon der Name sagt, um was es geht: ist nämlich die Seele aus dem Gleichgewicht geraten, ist der Klang gestört und damit sicher auch das seelische Gleichgewicht des Spielers oder der Spielerin. In dieser Situation folgen wir am besten Leopold Mozart’s Rat aus seiner Violinschule von 1756 :

Der Stimmstock muss nicht zu hoch aber auch nicht zu nieder seyn, und rechter Hand etwas weniges hinter dem Fuss des Sattels (=Steg) stehen. Es ist kein geringer Vortheil den Stimmstock gut zu setzen. Man muss ihn mit vieler Geduld öfters hin und her rücken; jedes Mal durch Abspielung verschiedener Töne auf jeder Seyte den Klang der Geige wohl untersuchen, und so lang auf diese Art fortfahren: bis man die Güte des Tones gefunden.

Vater Mozart wäre bestimmt mit mir einig, dass diese heikle Arbeit am besten von erfahrenen Fachleuten ausgeführt wird.

Der Steg des 16. - 18. Jhd.

existiert in einer Vielzahl von Modellen. Einige haben berühmte Namen, wie Guarneri, Tartini oder Banks. Jedes Modell hat seine eigene Klangcharakteristik

Fragen Sie uns, wenn Sie klangliche Wünsche haben und profitieren Sie von unserer Erfahrung.

Die Saiten

Wir haben einige der bekannten Marken am Lager. Am meisten Auswahl jedoch finden Sie im vollständigen Sortiment von Damian Dlugolecki, Stringmaker, das wir stets am Lager führen. Sie finden auch selten gebrauchte Saiten, wie z.B. Cello e (die 5.Saite). Alle Saiten sind aus Schafs- oder Rinderdarm gefertigt, die tieferen sind mit Draht umsponnen, meist versilberter Kupferdraht. Seit 27 Jahren machen wir sehr gute Erfahrungen, mit Klang und Haltbarkeit der Saiten von Damian. Die Zeiten, wo eine Violin-e-Saite lediglich eine Woche hielt, sind glücklicherweise vorbei: meist ersetzt man sie, weil sie nach Wochen und Monaten einfach abgespielt sind und nicht mehr optimal klingen. Wer unter feuchten Händen leidet, wählt die lackierten Saiten. Diese fransen viel weniger schnell aus.

Kinnhalter ?

Der Kinnhalter wurde erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden. Die meisten Musiker und Musikerinnen versuchen deshalb, ohne auszukommen.

Stachel ?

Ursprünglich steckte in den tiefen Instrumenten ein etwa 15 cm langer Stachel. Wir nennen diese Instrumente heute „Continuo-Cello“ oder „Basse de Violon“. Sie waren ca. 10 cm länger als unser heutiges Cello. Michael Praetorius bildet diesen Instrumenten-Typ ab (Syntagma Musicum 1619). Als dann aber in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts der Name „Violoncello“ erstmals auftaucht und dieses auf heutige Masse verkleinerte Instrument zu einer steilen solistischen Karriere ansetzte, waren sich die führenden Cellisten einig, dass der Stachel „beim Übersetzen hinderlich ist“ (Übersetzen = Lagenwechsel). Deshalb wurde er abgeschafft und erst im 19. Jahrhundert wieder eingeführt.

Das 5-saitige Solocello, (Cello Piccolo, Viola Pomposa und Viola da Spalla)

Unter diesen Begriffen tauchen ab 1667 verschiedene Instrumententypen in Cellogrösse auf. Auf Wikipedia findet sich eine Übersicht unter dem Stichwort Violoncello piccolo. Es gibt in dem Artikel div. Abbildungen und auch ein Klangbeispiel.

Die namhaften Barockcellisten Anner Bylsma, Pieter Wispelwey und Christophe Coin machten durch ihre Einspielungen der 6. Solosuite von J.S.Bach das auch in unserer Werkstatt zur Verfügung stehende 5-saitige Solocello bekannt. Es hat die Stimmung C-G-d-a-e1 und ist etwas kleiner mensuriert.

Da aber um 1750 der Daumenaufsatz erfunden wurde, welcher es erlaubte, auf der A-Saite bisher unbekannte hohe Lagen zu erreichen, hatte das 5-saitige Solocello nur eine kurze Blütezeit. Erst in den letzten Jahrzehnten des 20. Jhd. erlebte dieses klanglich äusserst reizvolle Instrument eine bemerkenswerte Renaissance.

Sie können es gerne in unserer Werkstatt ausprobieren und vielleicht entdecken Sie dabei, wie wunderbar leicht sich auch die Arpeggione–Sonate von Schubert darauf spielen lässt!

Der Bogen

für die Barockinstrumente unterscheidet sich deutlich vom modernen Bogen. Er ist meist aus Schlangenholz gefertigt, mit eleganter, langer Spitze, ohne äusserlich sichtbare Metallteile. Er ist deutlich leichter und oft kürzer als ein moderner Bogen. Da man weniger Gewicht hin und her bewegen muss, ist er „schneller“. Die feine Spitze erleichtert die „sprechende Artikulation“, wo einem aktiven Abstrich (Aktion) ein entspannter Aufstrich (Reaktion) folgt. Die uns vertraute Schraub-Mechanik am Frosch wurde erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts erfunden. Bei früheren Bögen wurden die Haare mit einem sog. Steckfrosch gespannt.

Die Stimmung

die Quinten-Stimmung war gleich wie heute, nur der Stimmton a1 variierte je nach Land und Stadt zwischen 392 hz und 465 hz, was etwa einem Ganzton entspricht!! Da die Instrumente stark auf die unterschiedlichen Saitenspannungen reagieren, ist auch diesem Umstand Rechnung zu tragen, indem stärkere oder schwächere Saiten montiert werden müssen.

Auch damit haben wir Erfahrung, mussten wir doch für eine Lully-Oper viele Instrument des Opernhauses umrüsten, damit sie optimal funktionierten bei der tiefen Stimmung.

Zusammenfassung

„Authentischer Klang“, „Original-Klang“, produziert auf „Barock-Instrumenten“ die wir heute spielen, sind Interpretationen unserer Zeit, die sich auf fundierte historische Quellen stützen.

Das Klangresultat kommt durch die Summe der oben beschriebenen baulichen Besonderheiten und natürlich auch wesentlich durch die „sprechende Artikulation“, die Spielweise, zu Stande. Unbestritten ist dabei, dass in barocker Weise gebaute Instrumente und Bogen den Spielenden die klangliche Annäherung an die historischen Texte erleichtern.

Zürich, im Oktober 2017                                                Rudolf Isler, Geigenbaumeister